43 Prozent statt 39

21. September 2017 14:36; Akt: 21.09.2017 14:39 Print

Harvey und Irma bringen Trump aus Umfrage-​​Tief

Der neue US-Präsident hat in den letzten Wochen frühere Fans zurückgewonnen. Neue Anhänger sind aber nicht in Sicht.

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Nach einem schlimmen Sommer erspäht der stets auf Beliebtheit schielende Donald Trump einen Silberstreifen am Horizont. Nach einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage von «Politico» und dem Institut Morning Consult hat die Popularitätsquote des neuen US-Präsidenten 43 Prozent erreicht.

Die neue Zahl ist zwar immer noch tiefer als jene aller anderen US-Präsidenten im ersten Jahr nach der Wahl. Die Ablehnungsquote liegt mit 52 Prozent neun Prozentpunkte höher. Doch die Zahlen zeigen eine Erholung: Trumps «Approval Rating» betrug vergangenen Monat extrem magere 39 Prozent. Noch tiefer im Keller – mit 35 Prozent – stufte ihn Ende August das Gallup-Institut ein.

Hurrikan-Hilfe nützte

Nach der «Politico»-Analyse überwand Trump den Tiefpunkt dank der zwei Hurrikane Harvey in Texas und Irma in Florida. Die engagierte Reaktion des Präsidenten, der alle Hilfsmittel Washingtons zur Verfügung stellte und mehrfach vor Ort selbst Hand anlegte, wurde mehrheitlich positiv eingeschätzt. Damit hebt sich Trump von seinem Vor-Vorgänger ab. Präsident George W. Bush zeigte zu wenig Mitgefühl für Opfer des Wirbelsturms Katrina von 2005 in New Orleans, was seiner Popularität schwer schadete.

Zu Trumps Erholung trugen auch politische Schritte bei. Sein Zuspruch erlitt eine Einbusse, als er am 5. September beschloss, das «Daca» genannte Programm zum Schutz von jungen Sans-Papiers vor der Abschiebung zu beenden. Als er knapp eine Woche danach mit Demokraten im Kongress verhandelte und einen Kompromiss-Deal ankündigte, stiegen die Popularitätswerte jedoch wieder an.

Demokraten ungerührt

Trump spaltet Amerika politisch nach wie vor stark. Bei den Republikanern erholte sich seine Popularität im letzten Monat von 73 Prozent auf 80 Prozent. Bei den Demokraten blieb sie unverändert bei 12 Prozent.

Eine Schlüsselrolle spielen die parteipolitisch Ungebundenen, glaubt Kyle Dropp von Morning Consult. Nach Trumps kontroversen Äußerungen zu den Neonazi-Protesten in Charlottesville «befürworteten 35 Prozent der Unabhängigen Trump, während 58 Prozent ihn missbilligten. In dieser neusten Umfrage veränderte sich das Bild zu 40 Prozent Billigung und 52 Prozent Ablehnung.»

Jüngere Republikaner zögern

Unter dem Strich sei «Trumps Post-Charlottesville-Absturz von kurzer Dauer gewesen», glaubt Dropp. «Sein Zuspruch hat sich stabilisiert.» Zu ähnlichen Befunden kommen andere Umfragen. Auch im Durchschnitt von RealClearPolitics stieg Trumps Beliebtheit und erreichte knapp 40 Prozent.

Dass Trump bald auf mehrheitlich positive Zustimmungswerte kommt, ist jedoch nicht zu erwarten. Er hat zum Beispiel ein Problem mit jüngeren Amerikanern. Wie die Website Inquisitr vorrechnet, unterstützen ihn bloß 69 Prozent der jüngeren Republikaner. Bei jenen über 50 halten ihn 84 Prozent für einen guten Präsidenten.

Laut Lee Miringoff, dem Direktor des Marist-Umfrageinstituts, werden jene, die Trump rundweg ablehnen, schwer umzustimmen sein. Trumps Werte hätten sich bloß beim Kern der Anhängerschaft verbessert, glaubt Miringoff. «Nach wie vor erreicht er niemanden außerhalb seiner Wählerbasis.»

(L'essentiel/sut)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Renét. am 21.09.2017 15:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wir werden weltweit von Politikern für dumm verkauft.Gillt auch für Luxemburg und die EU

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  • Renét. am 21.09.2017 15:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

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