Stahlkonzern

14. Dezember 2012 18:46; Akt: 16.12.2012 20:13 Print

ArcelorMittal kündigt Kollektivvertrag

LUXEMBURG - Der Stahlkonzern hat am Freitagabend den Kollektivvertrag für 6 000 Beschäftigte in Luxemburg gekündigt. Die Gewerkschaften sprechen von einer Kriegserklärung.

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Die Gewerkschaften erfuhren die Nachricht am späten Freitagnachmittag: ArcelorMittal hat den bestehenden Kollektivvertrag für die rund 6 000 Beschäftigten des Stahlkonzerns in Luxemburg gekündigt. «Die Geschäftsführung hat uns am Freitag darüber informiert, das uns die Entscheidung per Post mitgeteilt wird. Wir werden das Schreiben dann wohl am Montag empfangen», erklärte Jean-Claude Bernardini vom OGBL auf Anfrage von L'essentiel Online. «Diese Kündigung ist eigentlich keine Überraschung», so Bernardini weiter «Wir werden nun sehen welche Punkte der Vorstand mit uns verhandeln möchte. Wir werden jedenfalls Kampf und Widerstand organisieren.»

Die Kündigung des Kollektivvertrags, der erst im März abgeschlossen wurde, erfolgt nur ein paar Monate nach Abschluss der Stahltripartite. Der OGBL kündigte an, sich am Montag beraten zu wollen und erste Schritte einzuleiten

12 Monate für einen neuen Abschluss

Von einer Kriegserklärung spricht Charles Hennico vom LCGB «Mittal will den sozialen Krieg und übt Druck aus, damit ein neuer Abschluss für Ende 2013 verhandelt werden kann.» Nach der gegenwärtigen Gesetzeslage haben die Verhandlungspartner nach der Kündigung eines Kollektivvertrags 12 Monate, um einen neuen Abschluss zu finden.

Nach Angaben des LCGB will der Vorstand des Stahlkonzerns Gehälter kürzen, Ruhetage streichen, und die automatische Beförderung der Angestellten ausbremsen. «Bis jetzt haben wir trotz zahlreicher Schließungen still gehalten, aber jetzt greift der Vorstand die Säulen des sozialen Friedens ans», empört sich Charles Hennico. «Das hat es so noch nie gegeben!»

(MC / L'essentiel Online)

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