Olympia

08. Februar 2018 10:38; Akt: 08.02.2018 10:40 Print

Keine nachträgliche Einladung für 15 Russen

Die russische Olympiamannschaft wird nicht größer werden. Das Internationale Olympische Komitee lehnte eine Einladung von 13 russischen Athleten zu den Winterspielen ab.

storybild

IOC-Präsident Thomas Bach. (Bild: DPA)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Das Internationale Olympische Komitee ist hart geblieben. 13 Sportlern und zwei Betreuern aus Russland wurde die Einladung zu den Winterspielen in Pyeongchang verweigert, wie das IOC am Montag mitteilte. Die unabhängige Prüfkommission unter Vorsitz der früheren französischen Sportministerin Valérie Fourneyron lehnte trotz Aufhebung der lebenslangen Olympia-Sperren der Russen durch den Internationalen Sportgerichtshof CAS in allen 15 Fällen eine Teilnahme an den Wettkämpfen in Südkorea ab.

Der CAS hatte die IOC-Sanktionen gegen insgesamt 28 russische Athleten aufgehoben, da die Beweise für ein individuelles Dopingvergehen nicht ausreichend gewesen seien. Auf der Liste der 15 Bittsteller für Pyeongchang standen auch Langlauf-Olympiasieger Alexander Legkow und Skeleton-Olympiasieger Alexander Tretjakow.

Glaubwürdigkeit des CAS stehe auf dem Spiel

Der Entscheidung liege eine einstimmige Empfehlung des Fourneyron-Gremiums zugrunde, hieß es. Die Kommission hatte zuvor 169 russische Athleten aus einer Liste von ursprünglich 500 Sportlern zu den Spielen in Südkorea eingeladen. Diese Sportler werden unter neutraler Flagge und ohne Hymne als «Olympische Athleten aus Russland» starten.

Durch die Aufhebung von IOC-Sanktionen vom CAS hatten sich weitere Russen Hoffnung auf ein Nachrücken zu den Winterspielen gemacht. IOC-Chef Thomas Bach hatte das CAS-Urteil am Sonntag scharf kritisiert und eine Strukturreform des CAS gefordert, um eine Rechtssprechung mit Qualität und Kontinuität zu garantieren. «Wir können nicht riskieren, dass der CAS seine Glaubwürdigkeit bei den Athleten verliert», sagte Bach.

Die Prüfkommission hatte die 15 Russen nach den gleichen Kriterien bewertet, wie zuvor die 169 zugelassenen Athleten des Landes. Sie habe aber auch noch zusätzliche Beweise zur Beurteilung verwendet, die die Integrität dieser Athleten infrage gestellt hätten, hieß es in der IOC-Mitteilung. Zu den zusätzlichen Informationen gehörten auch Fakten von geheimen Daten mit Testergebnissen der Jahre 2012 bis 2015, die aus dem Moskauer Doping-Analyselabor stammen und die der Welt-Anti-Doping-Agentur zugespielt worden waren.

(L'essentiel/dpa)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.