Container

15. September 2015 13:34; Akt: 15.09.2015 16:53 Print

900 Flüchtlinge für Mamer, Steinfort und Diekirch

LUXEMBURG - Innenminister Dan Kersch hat am Dienstag bekanntgegeben, in welchen Luxemburger Gemeinden die ersten Flüchtlingscontainer gebaut werden.

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Im März kommenden Jahres sollen die Wohncontainer bezugsfertig sein. (Symbolbild: dpa)

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Zwei Wochen nachdem Familienministerin Corinne Cahen (DP) angekündigt hat, dass auch in Luxemburg Container für die Unterbringung von Flüchtlingen errichtet werden sollen, ist die Regierung nun fündig geworden. Nach der Kontaktaufnahme zahlreicher Gemeinden erklärte Innenminister Dan Kersch (LSAP) am Dienstag, dass im März kommenden Jahres in Steinfort, Mamer und Diekirch die ersten Wohneinheiten für jeweils 300 Menschen eröffnet werden sollen.

«Angesichts der außergewöhnlichen Lage und der persönlichen Dramen übernimmt die Gemeinde Mamer Verantwortung», erklärt Bürgermeister Gilles Roth (CSV) gegenüber L'essentiel. Das Container-Dorf entstehe auf einem staatlichen Gelände nahe der Europaschule.

Innenminister Kersch betonte, dass es nicht bei den drei Standorten bleiben werde. Man sei auf der Suche nach weiteren Plätzen – möglichst vielen, um die Belastung auf die Gemeinden aufzuteilen. Zu beachten sei, dass es sich bei den Containerdörfern nur um Erstaufnahmestellen handelt. Die Flüchtlinge kämen nur so lange dort unter, bis entschieden ist, ob sie im Großherzogtum bleiben dürfen.

«Ich war erst einmal sprachlos»

Claude Haagen (LSAP), Bürgermeister von Diekirch, erklärt gegenüber L'essentiel: «Es ist nur natürlich, dass wir uns an der nationalen Aufgabe der Flüchtlingshilfe beteiligen. In seiner Gemeinde werde das Container-Dorf nahe der Kaserne aufgezogen. «Außerdem ist die Gemeinde bemüht, längerfristige Unterbringungen für jene zu finden, die länger in Diekirch bleiben wollen, weil etwa ihre Kinder hier zu Schule gehen», so der Gemeindechef.

«Wir werden die Hände für die Flüchtlinge offen halten, aber nicht unter allen Bedingungen», erklärt hingegen Steinforts Oberster Jean-Marie Wirth (CSV): «Als Dan Kersch von 300 Flüchtlingen redete, war ich erst einmal sprachlos. Das ist sehr viel für eine 5000-Seelen-Gemeinde. Deshalb muss der Staat uns helfen, etwa in Sachen Wasser und Strom.» Es müsse klar sein, dass die Menschen, die jetzt kommen, nicht wieder gehen werden: «Ihre Länder sind vollkommen zerstört, also müssen wir uns um die Integration kümmern.» In Steinfort soll das Container-Dorf hinter dem Park&Ride-Parkplatz aufgebaut werden.

Die drei Gemeinden Reihen sich jetzt ein in die Liste der Luxemburger Orte, die als erstes über Aufnahmestellen verfügen werden: Neben Weilerbach sind das Strassen, Ettelbrück, Luxemburg-Stadt und Differdingen.

(pw/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • En Letzebuerger am 15.09.2015 17:11 Report Diesen Beitrag melden

    Um Krautmaart sin och nach 60 Schlofplatzen frai.

  • E Stengforter am 15.09.2015 14:16 Report Diesen Beitrag melden

    genial :(

  • Claire am 16.09.2015 08:55 Report Diesen Beitrag melden

    Hei am Land sin ganz vill arm Letzebuerger! Stelle mir d'Fro firwaat déi net gehollef kréien. Ech kennen eng eeler Dame déi naischt fir an naischt hannen huet. Se wunnt an engen schäbeschen Appart vum fonds du logement. Sie war virun enger Zeit bei der Caritas fir e Mantel fir den Wanter ze kréien well se keng Souen hued fir sech een ze kaafen .... bei der Caritas as sie "förmlech" eraus geflunn, ouni Mantel.......

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Claire am 16.09.2015 08:55 Report Diesen Beitrag melden

    Hei am Land sin ganz vill arm Letzebuerger! Stelle mir d'Fro firwaat déi net gehollef kréien. Ech kennen eng eeler Dame déi naischt fir an naischt hannen huet. Se wunnt an engen schäbeschen Appart vum fonds du logement. Sie war virun enger Zeit bei der Caritas fir e Mantel fir den Wanter ze kréien well se keng Souen hued fir sech een ze kaafen .... bei der Caritas as sie "förmlech" eraus geflunn, ouni Mantel.......

    • Louis Calmes am 16.09.2015 22:47 Report Diesen Beitrag melden

      Bullschitt ! Bei der Caritas an der rue Fonderie kritt déi Fra esou vill Kleeder wéi sie der gären hätt !

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  • En Letzebuerger am 15.09.2015 17:11 Report Diesen Beitrag melden

    Um Krautmaart sin och nach 60 Schlofplatzen frai.

  • Haagen Nic am 15.09.2015 14:48 Report Diesen Beitrag melden

    Auf dem Stengeforter Camping wollte man doch vor einiger Zeit keine Obdachlosen haben, hat man die etwa einbetoniert. Ich stelle mir Fragen??? Stengefort im Sinneswandel?????

    • Pierre Parti am 15.09.2015 15:52 Report Diesen Beitrag melden

      ...das nennt man also "Sich drehen wie der Wind weht"... Wenn es ihnen passt, ist vieles also doch möglich...

    • Schuster Jemp am 15.09.2015 17:29 Report Diesen Beitrag melden

      Ich stelle mir auch fragen bei so einem kommentar ... Der Campingplatz wurde verkauft und existiert mittlerweile nicht mehr, deshalb musste er geräumt werde, die Leute umgezogen, teilweise auch wieder auf andere Campingplätze.

    • boien am 19.09.2015 11:57 Report Diesen Beitrag melden

      et ass schon richtech um krautmaart sin nach schlofplaatzen

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  • E Stengforter am 15.09.2015 14:16 Report Diesen Beitrag melden

    genial :(