Flugzeugabsturz

18. Juli 2014 09:09; Akt: 18.07.2014 18:47 Print

Familie aus Roeser bei Absturz getötet

ROESER - An Bord der Unglücksmaschine der Malaysia Airlines war auch eine vierköpfige Familie aus Roeser. Das hat das Außenministerium bestätigt.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema

Unter den 298 Opfern der verheerenden Flugzeugkatastrophe in der Ostukraine war auch eine in Luxemburg ansässige Familie. Das hat das Außenministerium in Person von Minister Jean Asselborn am Freitagvormittag bestätigt. Bei den Toten handelt es sich um einen Briten, seine niederländische Frau und deren zwei Kinder. Die Familie lebte in Roeser und soll auf dem Weg in den Urlaub gewesen sein.

Das Außenministerium erklärte ferner, dass keine luxemburgischen Staatsbürger an Bord der MH17 waren. Im Ministerium wurde ein Krisenstab eingerichtet. Luxemburg verlangt zudem eine internationale Untersuchung der Geschehnisse.

173 Niederländer getötet

Nach dem Flugzeugabsturz in der Ostukraine sind weitere Details zur Nationalität der Opfer bekanntgeworden. Nach Angaben des malaysischen Transportministers Liow Tiong Lai vom Freitag kamen 173 Niederländer ums Leben. Zudem starben demnach 44 Malaysier, 27 Australier, 12 Indonesier, 9 Menschen aus Großbritannien, 4 Deutsche, 4 Belgier, 3 Philippiner, ein Kanadier und ein Neuseeländer. Insgesamt wurden nach Angaben der Fluggesellschaft Malaysia Airlines vom Freitag 298 Menschen getötet. Noch sei nicht bei allen Getöteten die Nationalität festgestellt worden, sagte der malaysische Minister.

Nahe der Absturzstelle haben Rettungskräfte nach dem Absturz des malaysischen Verkehrsflugzeugs Dutzende Leichen gefunden. Bislang seien 121 Tote geborgen worden, teilte der ukrainische Zivilschutz am Freitagmorgen nach Angaben der Agentur Interfax mit. Die Boeing 777-200 war am Donnerstag nach einem mutmaßlichen Raketenbeschuss über dem von Rebellen kontrollierten Gebiet abgestürzt.

Die Hintergründe der Tragödie bleiben weiterhin unklar. Der ukrainische Präsident Poroschenko sprach von einem «terroristischen Akt». Er warf den prorussischen Separatisten vor, die Boeing mit einer Rakete abgeschossen zu haben - wie zuletzt mehrere ukrainische Militärflugzeuge. Die USA gehen nach Auswertung von Satelliten-Aufnahmen davon aus, dass eine Boden-Luft-Rakete abgefeuert wurde.

(jt/jw/dpa/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.