Russland - Kroatien

08. Juli 2018 12:55; Akt: 08.07.2018 13:19 Print

Rakitic schießt Kroatien in das Halbfinale

Kroatien gewinnt im Elfmeterschießen gegen Russland. Im Halbfinale wartet nun England.

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Torwart Danijel Subasic und Ivan Rakitic jubeln über das gewonnene Elfmeterschießen. (Bild: DPA/Rebecca Blackwell)

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Kroatien hat im Viertelfinale das Sommermärchen des WM-Gastgebers beendet. Die Mannschaft um Captain Luka Modric zog durch den Sieg im Elfmeterschießen gegen Russland zum zweiten Mal nach 1998 in die Top 4 ein.

Wieder rettete sich Russland in die Verlängerung und später ins Elfmeterschießen, aber diesmal verschossen die Russen aus elf Metern einmal zu viel. Weil Fedor Smolow scheiterte und Mario Fernandes kläglich verzog, endete für das Heimteam die WM im eigenen Land. Bei Kroatien bewahrten mit Ausnahme von Mateo Kovacic sämtliche Schützen die Nerven, als Letzter wie im Achtelfinale gegen Dänemark Ivan Rakitic. Das bedeutet, dass der WM-Dritte von 1998 am kommenden Mittwoch ab 20 Uhr im Luschniki-Stadion von Moskau im Duell mit England den zweiten Finalisten ermittelt.

Fußball-Magerkost in Sotschi

Einen Augenschmaus wie Brasilien und Belgien am Tag davor offerierten Russland und Kroatien in diesem letzten WM-Viertelfinale in Sotschi nicht. Es war vielmehr ein Kampf auf Biegen und Brechen. Er endete nach 90 Minuten darin, dass die beiden Teams wie schon im Achtelfinale gegen Spanien (Russland) respektive Dänemark (Kroatien) beim Stand von 1:1 wieder Überzeit zu leisten hatten. Weil beide Mannschaften in der Verlängerung trafen, Kroatien durch Domagoj Vida in der 101. und Russland durch Mario Fernandes in der 115. Minute, musste wie am letzten Sonntag ein Elfmeterschießen über das Weiterkommen entscheiden.

Über die größeren Kraftreserven in der Verlängerung schien Russland zu verfügen. Mehrere kroatische Spieler, unter ihnen Goalie Danijel Subasic, konnten sprichwörtlich kaum mehr gehen. Und doch setzten die «Vatreni» in der ersten Hälfte der Verlängerung den vermeintlich entscheidenden Nadelstich, wenig überraschend nach einer Standardsituation. Der aufgerückte Innenverteidiger Domagoj Vida traf nach einem Corner in der 100. Minute etwas glückhaft zum 2:1.

Der russische Trainer Stanislaw Tschertschessow regte sich fürchterlich darüber auf, dass sein Team nach dem Rückstand nicht ausreichend unterstützt wurde. Die Geste des Coachs mit offenen Handflächen und sich nach oben bewegenden Armen war unmissverständlich: Schreit, und helft uns! Der Lärmpegel stieg, nach dem ersten Länderspiel-Tor des gebürtigen Brasilianers Fernandes, dem dritten Kopfball-Treffer dieser Partie, sogar exponentiell. Denn Russland wusste zu diesem Zeitpunkt, dass fünf Minuten reichen würden, sich erneut ins Elfmeterschießen zu retten.

Tscheryschews viertes WM-Tor

Das optische Highlight der WM-Derniere des Olympiastadions von 2014 hatten die Zuschauer bereits sich nach etwas mehr als einer halben Stunde geboten bekommen. Der wunderbare Schlenzer des nunmehr vierfachen WM-Torschützen Denis Tscheryschew nach Doppelpass mit Artem Dsjuba bei kroatischem Spalier führte zum 1:0 und auch dazu, dass Russland von der Fortsetzung seines Sommermärchens zu träumen anfing. Keine acht Minuten begann die Partie im Prinzip wieder bei Null: Weil diesmal die Russen bei Mario Mandzukics Lauf herzlich wenig Gegenwehr leisteten, verwertete Andrej Kramaric die Hereingabe per Kopf.

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(L'essentiel/TA/sda)

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