Fussball-WM

06. Juli 2018 17:49; Akt: 06.07.2018 18:43 Print

Starke Vorstellung! Frankreich im Halbfinale

Das erste Viertelfinale zwischen Frankreich und Uruguay am Freitagmittag war klarer als gedacht. Die Franzosen fuhren einen ungefährdeten Sieg ein.

storybild

Raphael Varane (Mitte) traf zum wichtigen 1:0. (Bild: AFP/Mladen Antonov)

Zum Thema

Angeführt von Vorbereiter und Torschütze Antoine Griezmann haben Frankreichs Super-Techniker das Abwehrbollwerk Uruguay überwunden und das WM-Halbfinale erreicht. Die «Équipe Tricolore» setzte sich am Freitag in Nischni Nowgorod auch dank eines schweren Fehlgriffs von Uruguays Torwart-Routinier Fernando Muslera mit 2:0 (1:0) durch.

Ohne ihren verletzten und nicht mal im Kader aufgeführten Offensivstar Edinson Cavani machte es Uruguay dem Vizeeuropameister vor 43.319 Zuschauern lange schwer. Ein Tor von Innenverteidiger Raphaël Varane in der 40. Minute nach einem Foul an Bayern Münchens Corentin Tolisso und der Freistoß-Hereingabe von Griezmann sowie der Schuss des Angreifers in der 61. Minute, den Muslera durchrutschen ließ, lässt die Grande Nation aber mehr denn je auf den zweiten Titel exakt 20 Jahre nach dem Triumph des heutigen Trainers Didier Deschamps hoffen.

Cavani fehlt

Vier Jahre nach dem Viertelfinal-Aus gegen die DFB-Elf in Brasilien erreichte Frankreich zum dritten Mal ein WM-Semifinale, Gegner am Dienstag ist entweder Rekordweltmeister Brasilien oder Belgien. Für Uruguay ging die Reise in Russland zu Ende: Den Ausfall von Cavani konnte die Mannschaft aus dem 3,5-Millionen-Einwohnerland, die bis dahin im gesamten Turnier erst einen Gegentreffer kassiert hatte, trotz Einsatzes und großer Leidenschaft nicht kompensieren.

Das Rätsel um Cavani wurde erst eine Stunde vor dem Anpfiff gelöst. Die elf Spieler, die Trainer-Maestro Óscar Tabárez auf den Platz schickte, wollten es ohne ihren Achtelfinal-Doppeltorschützen erst recht wissen. Sie schmetterten voller Inbrunst die Hymne und begannen mit Wucht und Härte gegen die filigranen Franzosen um den rasanten Kylian Mbappé.

Uruguay beginnt gut

Die Strategie war klar: Schneid abkaufen und den Gegner gar nicht zur Entfaltung kommen lassen. Das klappte zunächst. Uruguay machte Druck, Frankreich zeigte einmal mehr Schwächen in der Defensive, Varane wurde erstmal zum Unsicherheitsfaktor. In der fünften Minute erarbeiteten sich die Südamerikaner die erste Chance des von Beginn an giftigen Spiels. Nach einer Vorlage von Mittelstürmer Luis Suárez verzog Cavani-Ersatz Cristhian Stuani jedoch deutlich. Neun Minuten später rettete Frankreich-Keeper Hugo Lloris mit einem Hechtsprung nach einem Kopfball von José Giménez.

Die Franzosen brauchten eine Viertelstunde, um sich auf die harte Gangart einzustellen. Dann legte Mittelstürmer Olivier Giroud Teenager Mbappé den Ball mit dem Kopf vor, doch der völlig freistehende 19-Jährige köpfte das Spielgerät überhastet über das Tor.

Lloris mit Glanztat

Besser als Mbappé machte es Varane. Griezmann flankte aus dem rechten Halbfeld ins Zentrum, wo der 25-Jährige unhaltbar einköpfte - ausgerechnet Varane, der beim Viertelfinal-K.o. seines Teams gegen Deutschland 2014 beim Gegentreffer von Mats Hummels noch schlecht ausgesehen hatte.

Die Celeste schüttelte sich kurz und schaltete dann auf Angriff. Kurz vor der Pause verhinderte Lloris mit einer Glanztat den Ausgleich durch einen Kopfball von Martin Cáceres (44.).

Auch nach dem Seitenwechsel bemühte sich Uruguay um Torgefahr, zumeist jedoch vergeblich. Stattdessen legten die Franzosen nach. Muslera ließ Griezmanns Distanzschuss über die Hände flutschen, der Torschütze freute sich im Stillen. Griezmann fühlt sich eng mit Uruguay verbunden und ist sehr gut mit Celeste-Kapitän Diego Godín befreundet. Damit war die Partie entschieden. Frankreich verwaltete, kam noch zu einigen Abschlüssen. Uruguay hatte offensiv nichts mehr dagegenzusetzen.

Ergebnisse & Statistiken

(L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.