Herzprobleme

15. Juni 2021 07:57; Akt: 15.06.2021 08:34 Print

Sind die «Rout Léiwen» für Notfälle gerüstet?

LUXEMBURG – Kardiologische Notsituationen sind im Fußball selten, aber sie passieren. Mannschaftsarzt Henri Mausen erklärt, wie bei der FLF und in der BGL-Ligue vorgesorgt wird.

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In Luxemburg habe es einen solchen Fall noch nicht gegeben, sagt FLF-Vorstand Henri Mausen. (Bild: AFP)

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Es war die Schrecksekunde bei dieser EM. Während des Spiels zwischen Finnland und Dänemark am Samstag sackt der dänische Fußballprofi Christian Eriksen plötzlich zusammen und bleibt auf dem Rasen des Kopenhagener Stadions liegen. Nur die blitzschnelle Reaktion seines Mannschaftskapitäns Simon Kjaer und das rasche Eingreifen der Mannschaftsärzte retten dem Spielmacher das Leben. Mit Herzdruckmassagen holen sie den 29-Jährigen zurück, eher er ins Krankenhaus gebracht wird. «So etwas ist in Luxemburg noch nie passiert», erklärt Henri Mausen. Er ist seit 25 Jahren Arzt der luxemburgischen Nationalmannschaft und inzwischen auch Vorstandsmitglied des Luxemburger Fußballverbandes (FLF).

«Aber wir haben schon bei der ärztlichen Untersuchung Herzprobleme entdeckt», erklärt der Mediziner im Gespräch mit L'essentiel. Um solche Unfälle zu vermeiden, müssen sich alle Spieler der BGL-Ligue zu Saisonbeginn einem sehr gründlichen Medizincheck unterziehen. Die Untersuchung folgt Uefa-Vorschriften. Sollte dennoch ein Spieler bei einem Ligaspiel auf dem Platz kollabieren, kann der Mannschaftsarzt eingreifen, denn jedes Team in Luxemburgs oberster Spielklasse muss einen eigenen Arzt auf der Bank haben. Für Spiele der Nationalmannschaft steht sogar ein Krankenwagen im Stadion bereit.

Der Verband bietet ergänzend dazu Schulungen für die Vereine zum Thema an. Diese seien allerdings «nicht immer gut besucht», bedauert FLF-Arzt Mausen. Er könne nicht mal mit Sicherheit sagen, dass alle Sportplätze im Land mit einem Defibrillator ausgestattet sind. Der Mediziner weißt zudem auf die Auswirkungen von Corona auf die Herzgesundheit hin. «Ich hatte dem Verband empfohlen, die von Corona betroffenen Spieler medizinisch untersuchen zu lassen», berichtet Mausen.

(Nicolas Grellier/L'essentiel)

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