Tradition zu Pfingsten

22. Mai 2018 12:00; Akt: 22.05.2018 15:41 Print

Tausende Pilger springen durch die Straßen

ECHTERNACH – Die traditionelle Springprozession lockte in diesem Jahr besonders viele Pilger in den Osten Luxemburgs. Etwa 12.000 Menschen nahmen teil.

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Der Pfingstdienstag ist im Großherzogtum kein Feiertag. Anders ist das in Echternach, wo an diesem Tag traditionell die Springprozession gefeiert wird. Öffentliche Einrichtungen sind in der Stadt an der Sauer zu dem Fest geschlossen, Geschäfte öffen erst um 15 Uhr. Alle Hände voll zu tun hatten aber die Echternacher Gastronomen. Denn zu Ehren des Heiligen Willibrord waren die Pilger in diesem Jahr besonders zahlreich erschienen: Rund 9000 von ihnen nahmen an der Prozession teil und sprangen zur Polka durch die Straßen und Gassen. Dazu säumten etwa 3000 Touristen den ein Kilometer langen Weg.

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«Für Echternach ist der Pfingstdienstag der wichtigste Tag des Jahres. Unsere Hotels sind komplett ausgebucht. Und das schon seit vielen Wochen», erklärt Chantal Frising vom Touristenbüro der Stadt. Dass in diesem Jahr so viele gekommen waren, hing nicht nur mit Willibrord zusammen – Petrus meinte es auch gut und spendete frühsommerliches Wetter. Seit 2010 gehört die gut 500 Jahre alte Wallfahrt zum immateriellen Kulturerbe der Unesco. Die Gläubigen springen von einem Bein auf das andere vorwärts und seitwärts.

Erzbischof Jean-Claude Hollerich kritisierte die Regierung, die im vergangenen Jahr beschlossen hatte, dass der Pfingstdienstag ab 2019 kein schlufreier Tag mehr ist: «Das ist nicht nur äußerst bedauernswert, sondern eine Sauerei und ein klarer Verstoß gegen das Menschenrecht der Religionsfreiheit.» Die Regierung teilte bereits vor einem Jahr mitgeteilt, dass Schüler, die an der Prozession teilnehmen möchten, vom Unterricht befreit werden.

Viele Pilger aus dem Ausland

Insgesamt stellten sich bei der 2018er-Auflage der Springprozession 38 Gruppen auf. Den Anfang machten die Pilger der Pfarrei Waxweiler. Den Abschluss bildeten wie in jedem Jahr die Echternacher Männer, die von der Kapelle Harmonie Municipale Echternach musikalisch unterstützt wurden. Zwischen den hüpfenden Teilnehmern fanden sich immer wieder Würdenträger der Kirche, die die Litanei vom Heiligen Willibrord beteten.

Bereits auf dem Weg zur Altstadt wurde deutlich, dass die Springprozession 2018 auch viele Gäste aus dem Ausland anlockt. Neben Autos aus Deutschland waren auch viele Pilger aus Frankreich, Belgien und den Niederlanden gekommen. «Die Prozession ist auch eine tolle Werbung für uns und den Osten des Landes. Davon profitieren wir auch zu anderen Jahreszeiten», sagt Frising.

(Sebastian Weisbrodt/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tittinelli am 22.05.2018 22:25 Report Diesen Beitrag melden

    Hunn dei nach emmer soss keng Problemer ewei dei Nenneschaukelei do ? Daat ass wierklech eng Sauerei !

  • De Grand-Sack am 23.05.2018 13:35 Report Diesen Beitrag melden

    Scheinheiligkeit auf dem Gesicht und den Teufel im Wanst. Schon zu meiner Schulzeit waren immer die, wo ganz vorne beim Pfaffen sassen die mit der grössten Niedertracht

Die neusten Leser-Kommentare

  • De Grand-Sack am 23.05.2018 13:35 Report Diesen Beitrag melden

    Scheinheiligkeit auf dem Gesicht und den Teufel im Wanst. Schon zu meiner Schulzeit waren immer die, wo ganz vorne beim Pfaffen sassen die mit der grössten Niedertracht

  • Tittinelli am 22.05.2018 22:25 Report Diesen Beitrag melden

    Hunn dei nach emmer soss keng Problemer ewei dei Nenneschaukelei do ? Daat ass wierklech eng Sauerei !

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