WM-Gruppe G

18. Juni 2018 18:27; Akt: 18.06.2018 18:57 Print

Belgien gewinnt souverän gegen Panama

Panama macht es dem Favoriten eine Halbzeit lang schwer, doch Belgien gelingt der Traumstart in die zweite Hälfte und macht in der Folge den Sack zu.

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Romelu Lukaku schnürte gegen Panama einen Doppelpack. (Bild: DPA/Marius Becker)

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Belgiens goldene Fußball-Generation hat nach einigen Startschwierigkeiten einen ungefährdeten WM-Auftaktsieg gegen den krassen Außenseiter Panama gefeiert. Der Mitfavorit bezwang am Montag den wacker kämpfenden Turnier-Neuling aus Zentralamerika nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit verdient mit 3:0 (0:0).

Dries Mertens (47. Minute) und Romelu Lukaku (69./75.) sorgten vor 43 257 Zuschauern in Sotschi für die Entscheidung nach der Pause. Zuvor hatten sich Kevin De Bruyne, Eden Hazard und Co. überraschend schwer getan. Das vom Kolumbianer Hernan Dario Gomez trainierte Panama verkaufte sich beim Debüt in Gruppe G zumindest eine Stunde lang teuer und muss nun noch gegen Tunesien und England bestehen.

Panama lässt Belgien wenig Freiraum

Während die Belgier im Olympiastadion an den Schwarzmeerküste schnell die Kontrolle über das Spiel übernahmen, feierten Tausende Fans aus Panama jeden Ballkontakt der eigenen Mannschaft und sangen immer wieder lauthals «Vamos, vamos Panama!». Nur vier Millionen Einwohner hat der zentralamerikanische Staat, fast alle dürften mit den Canaleros mitgefiebert haben. Wenig überraschend verteidigte Panama, der 55. der Fifa-Weltrangliste, gegen das drittplatzierte Belgien über 90 Minuten mit der gesamten Mannschaft in der eigenen Hälfte.

Angetrieben vom früheren Bundesliga-Profi Kevin De Bruyne hatten die Belgier von Coach Roberto Martinez durch Yannick Carrasco (6.), Mertens (7./40.) und Hazard (12./38.) früh gute Chancen, doch es mangelte an der nötigen Präzision. Die Roten Teufel zeigten dabei im Spielaufbau Schwächen und versuchten es immer wieder vor allem über die rechte Seite. Im Zentrum stand Panama lange sicher und bot Belgien, das bei der WM 2014 genau wie bei der EM 2016 im Viertelfinale ausgeschieden war, keinerlei Raum zur Entfaltung.

Belgien dreht merklich auf

Vor dem Tor strahlte Panama fast nie echte Gefahr aus, doch auch die starke belgische Offensive mit De Bruyne (Manchester City), Hazard (FC Chelsea) und Lukaku (Manchester United) kam bis zur Pause zu keinem Treffer. Das änderte sich erst, als Mertens vom SSC Neapel nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff per Volleyschuss aus spitzem Winkel unhaltbar ins lange Eck traf. Panamas einzige Großchance bot sich Michael Murillo, der nach einem Abwehrfehler Belgiens frei vor dem Tor stand, doch an Keeper Thibaut Courtois scheiterte (53.).

Nach einer guten Stunde drehte Belgien merklich auf und sorgte gegen die in der Abwehr zunehmend überforderten Mittelamerikaner für die Entscheidung. Der 25 Jahre alte Lukaku traf erst aus kurzer Distanz per Kopf und legte anschließend mit einem Lupfer nach. Damit bleibt es bei Panamas schwarzer Serie. In nun zehn Begegnungen konnten sie nie gegen eine Mannschaft aus Europa gewinnen.

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(L'essentiel/dpa)

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