Streit beigelegt

03. Dezember 2021 11:14; Akt: 03.12.2021 12:51 Print

3G am Arbeitsplatz kommt Mitte Januar

LUXEMBURG – Schluss mit Freiwillig: Der CovidCheck am Arbeitsplatz wird ab dem 15. Januar flächendeckend eingeführt. Regierung und Gewerkschaft einigen sich auf Modalitäten.

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Der Covid-Check wird künftig für alle Arbeitnehmer in Luxemburg gelten. (Bild: Editpress/Julian Garroy/Symbolbild)

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Der CovidCheck soll ab dem 15. Januar an allen Arbeitsplätzen im Großherzogtum gelten. Darauf haben sich Gewerkschaften und Regierung in gemeinsamen Beratungen geeinigt, wie Arbeitsminister Dan Kersch (LSAP) gemeinsam mit dem Minister für den öffentlichen Dienst, Marc Hansen (DP), sowie Gewerkschafts- und Arbeitgebervertretern am Freitag verkündeten. Zuvor hatten die Gewerkschaften hauptsächlich Kritik zur in ihren Augen mangelnden Umsetzung der Regelung geäußert.

Diese Mängel konnte man im beiderseitigen Einvernehmen nun offenbar beseitigen. Deshalb müssen Arbeitnehmer, die ab dem 15. Januar weder geimpft noch genesen sind, täglich zum Corona-Test antreten. Wer der Testpflicht nicht folgt, der darf nicht mehr ins Büro oder an den Arbeitsplatz kommen. Kann der Angestellte durch das Fernbleiben vom Arbeitsplatz seiner Arbeit nicht nachkommen, muss er entweder mit Zustimmung des Chefs Urlaub nehmen oder auf sein Gehalt verzichten. Auf diese Regelung verständigte sich Arbeitsminister Kersch mit den Gewerkschaften und dem Unternehmerverband (UEL).

Kosten für Test bleiben bei Ungeimpften

Einen Kündigungsgrund soll das Fernbleiben vom Arbeitsplatz nicht darstellen. Kersch betonte, die Maßnahme sei eines der letzten Mittel, um einen Lockdown oder eine generelle Impfpflicht abzuwenden. «Der Arbeitnehmer wird in Bezug auf seinen Arbeitsverhältnis nicht geschädigt. Das war wichtig», reagierte Nora Back, Präsidentin des OGBL. Premierminister Bettel hatte bei der Ankündigung der Maßnahme am Montag, den CovidCheck als im Grundsatz nicht verhandelbar bezeichnet. Man sei jedoch zu Zugeständnissen bereit, etwa beim Zeitplan oder kostenlosen Tests für Menschen, die mit dem Impfzyklus begonnen hätten, bei der Einführung aber noch nicht vollständig geimpft seien.

Patrick Dury, Präsident des LCGB, sieht in diesem Punkt jedoch noch einen «Wermutstropfen»: «Wir wollten kostenlose Tests für alle, auch für geimpfte Arbeitnehmer, die vor der Arbeit wissen wollen, ob sie das Virus in sich tragen. Aber die Regierung hat uns nicht gehört.» Die Tests werden nämlich weiterhin kostenpflichtig sein.

«Bezahlen, um zur Arbeit zu gehen, ist Unsinn, es ist sozial ungerecht.»

«Wir wollen das Recht, sich nicht impfen zu lassen, aufrechterhalten, aber letztlich behalten wir es für die Besserverdienenden bei. Gering- und Mittelverdiener werden es sich nicht leisten können. Bezahlen, um zur Arbeit zu gehen, ist Unsinn, es ist sozial ungerecht, es gab eine Gewerkschaftsfront in dieser Frage», antwortet Nora Back.

Der Austausch ermöglichte es auch, den Stellenwert der Telearbeit überall dort, wo es möglich ist, aufzuwerten. «Es findet ein Austausch statt» mit den Nachbarländern, um insbesondere die Steuerabkommen zu harmonisieren. Dan Kersch sprach am Freitag von einem «sehr starken Signal an die Gesellschaft».

(L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Easy peasy am 03.12.2021 14:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wa se haut mat der 1. Impfung ufänken si se bis de 15. Januar färdeg geimpft.

  • Gewerkschaften lol am 03.12.2021 13:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Gewerkschaften konnten sich "einigen". Wo wurde hier irgendetwas im Sinne des Arbeitsnehmer geeinigt? Klingt eher so als hätten die Gewerkschaften gekuscht.

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  • Marc am 03.12.2021 17:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Et wir besser sie giffen einfach eng Impfplicht machen an fäerdeg.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Rainer Schneider am 23.12.2021 16:19 Report Diesen Beitrag melden

    "Heimliches Abkommen!" Die Regierung hat schon zurück gerudert. In Krankenhäusern und Pflegeheimen wird die 3G+ Regel nicht durchgesetzt werden. Dort reicht auch nach dem 15. Januar weiterhin ein Schnelltest vor Ort bei Ungeimpften. Diese Schnelltests werden von der Regierung gratis zur verfügung gestellt. Unfair anderen Arbeitgebern gegenüber die Ihren Mitarbeitern gegenüber 3G+ durchsetzten müssen. Die Impfgegner im Gesundheitssektor sind die grossen Gewinner bei der Aktion.

  • Gerard am 05.12.2021 11:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @-Arm Ma a geneedat ass de Problem . Firwat sollen déi Geimpften da keen Test brauchen. wou dach all kléngt Kand mëttlerweil weess dass och geimpter nees de Virus kréie kënnen an weider ginn. Et sin déi Geimpften déi mengen se bréichte keng Mask an Ofstand méi. si mer dech emol éierlech. 2020 hate mer ouni Vaccin manner Gedeessems ewéi 2021. stellt iech mol d'fro firwat . Deen Egoismus vun den Geimpften,eckelt mech nach just un.

  • 123 am 05.12.2021 09:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wann ech net mist schaffe goen, geng ech doheem bleiwen, mee leider fir kennen ob deser Welt ze liewen, muss ech schaffe goen. Also ass dei Testpflicht egal waat. Ech kann jo net dofir dat ech muss schaffe goen fir mir kennen main Iesen, Gas, Strom, Wasser kennen ze bezuelen. Sin schon frou dat ech de Bus kann huelen fir ob d’Schaff

  • @ArmHannes am 04.12.2021 16:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geimpft un trotzdem muss man sich testen Da sieht man wie wirksam die Impfstoffe sind. Kinder haben ein minimales Risiko All das um die Alten und Risikogruppen zu schützen oder die Pharmaindustrie

  • Arm am 03.12.2021 21:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jempy@ Wan de Geimpft bas brauchs de jo kenn Test