Luxemburg

07. Oktober 2020 18:42; Akt: 07.10.2020 19:29 Print

Bei Luxair soll kein Mitarbeiter entlassen werden

LUXEMBURG – Am Mittwoch wurde bei der Fluggesellschaft Luxair eine grundsätzliche Einigung erzielt: Kein Mitarbeiter solle entlassen werden.

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François Bausch hofft, dass das Grundsatzpapier weniger als 600 Mitarbeiter betrifft.. (Bild: Editpress/Alain Rischard)

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Bei der durch die Coronakrise finanziell angeschlagenen Fluggesellschaft Luxair soll kein Mitarbeiter entlassen werden. Darauf haben sich Politik, Gewerkschaften und Airline geeinigt. Wie das Unternehmen, der Staat und die Sozialpartner am Mittwoch mitteilten, habe man sich auf ein Grundsatz-Papier geeinigt und die Kernfrage für mindestens 600 Mitarbeiter beantwortet. Am 9. November soll der Text unterzeichnet werden.

Bei der Fluggesellschaft Luxair sind derzeit rund 3.000 Mitarbeiter beschäftigt. 600 Arbeitsplätze waren zuletzt aufgrund der Umsatzeinbrüche bedroht. «Ich hoffe, dass es am Ende weniger als 600 Mitarbeiter betrifft», sagte Mobilitätsminister François Bausch (Déi Gréng), «aber die Diskussionen waren sehr konstruktiv. Luxair hat verantwortungsvoll gehandelt, ebenso wie die Sozialpartner». Demnach seien keine Entlassungen geplant, die Hälfte der Betroffenen hätten Anspruch auf eine Vorruhestandsregelung und für den Rest seien Zeitarbeitskredite, Ausbildung und Teilarbeitslosigkeit geplant.

«Wir haben keine Planungssicherheit »

«Das Unternehmen befindet sich in einer schwierigen Situation. Aufgrund von Reisebeschränkungen, die sich regelmäßig ändern, haben wir keine Planungssicherheit», sagte Gilles Feith, CEO von Luxair. Nach einem Aufschwung in diesem Sommer erlebt Luxair einen weiteren schwierigen Start in den Oktober mit einem Passagieraufkommen, das um 35 Prozent unter den Prognosen des vergangenen Jahres liegt. In den ersten neun Monaten des Jahres sind die Zahlen bei Luxair um 69 Prozent und bei LuxairTours um 63 Prozent eingebrochen. Die Sozialpartner haben vereinbart, die Wirtschaftslage alle sechs Monate zu überprüfen. «Etwa die Hälfte der von dem Plan betroffenen Menschen ist allein von der wirtschaftlichen Situation betroffen, von der wir hoffen, dass sie sich rasch verbessert», sagte Bausch.

Auch die Gewerkschaften reagierten positiv: «Durch die Grundsatzvereinbarung wissen wir, wohin die Reise geht», sagt Michelle Cloos, Generalsekretärin des OGBL für den Luftfahrtsektor. Demnach gebe es Pläne, die Arbeitsplätze anderswo zu erhalten,« aber bei Luxair sei dies in einem anderen Ausmaß der Fall, zumal auch andere Sektoren von dem Unternehmen abhängen». Patrick Dury, der Vorsitzenden des LCGB, ist erleichtert darüber, «dass es keine Entlassungen gibt und der Ausbildung Vorrang eingeräumt wird».

(jg/L'essentiel)

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