In Luxemburg

11. Juni 2020 16:05; Akt: 11.06.2020 16:56 Print

«Beispielloses Defizit» im Jahr 2020 erwartet

LUXEMBURG – Aufgrund der Pandemie erwartet Statec für 2020 einen Rückgang des BIP um sechs Prozent. Vorausgesetzt es kommt nicht zu einer zweiten Corona-Welle.

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Statec-Direktor Serge Allegrezza spricht vor der Handelskammer. (Bild: L'essentiel)

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Während des Lockdowns, also in der Zeit von Mitte März bis Mitte April, kam ein Viertel der luxemburgischen Wirtschaft völlig zum Erliegen. Eine Ausnahmesituation, die der Wirtschaft im Großherzogtum «den Schwung genommen hat», so ein Bericht, den die Statistikbehörde Statec am Donnerstag in der Handelskammer vorgestellt hat. Nach den jüngsten Projektionen dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2020 um sechs Prozent zurückgehen. Das Land werde «eine tiefe Rezession, die gravierender ausfällt, als zur Wirtschaftskrise im Jahr 2009, nicht vermeiden können», heißt es.

Das öffentliche Defizit werde in diesem Jahr bei etwa 3,5 Milliarden Euro liegen und somit ein Niveau erreichen, das es seit 25 Jahren nicht mehr gegeben habe. Dies sei das Ergebnis eines deutlichen Rückgangs der Einnahmen, insbesondere der Steuereinnahmen und einer Erhöhung der Ausgaben zur Unterstützung der Wirtschaft. «Luxemburgs BIP ist bisher nur drei Mal um knapp ein Prozent zurückgegangen», sagte Serge Allegrezza, Direktor von Statec.

Nächste Indexierung kommt wohl erst 2022

All dies sei die logische Folge einer unerwarteten Situation, die dem luxemburgischen Arbeitsmarkt einen harten Schlag versetzt hat. Statec schätzt jedoch, dass die ergriffenen Maßnahmen die Auswirkungen auf die Beschäftigung begrenzen dürften. Dennoch könnte diese 2020 sogar noch um 0,8 Prozent ansteigen. Tatsache bleibe, dass die Inflation rückläufig ist und sich dies auf die Löhne auswirken wird. «Die durchschnittlichen Lohnkosten werden in diesem Jahr voraussichtlich um fünf Prozent sinken», so Allegrezza. 140.000 Menschen hätten über einen oder mehrere Monate Lohnkürzungen hinnehmen müssen.

«Die nächste Indextranche wird auf 2022 verschoben», so die Statec-Experten. Die Schätzungen der Statistiker basieren auf einem milden Lockdown. Sollte es zu einer zweiten Corona-Welle kommen, könnte das BIP sogar um 12,6 Prozent sinken.

(Nicolas Chauty/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nico am 11.06.2020 21:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auf Nimmerwiedersehen Index

  • Billy am 12.06.2020 13:27 Report Diesen Beitrag melden

    Die Greng keinten jo mol ufänken mat spueren. Dat geif dem Staatsbudget och net weih doen.

  • ech64 am 12.06.2020 11:04 Report Diesen Beitrag melden

    Wann index nett ännert gett och manner kaaft also net onbedengt gut fir Wirtschaftt

Die neusten Leser-Kommentare

  • Billy am 12.06.2020 13:27 Report Diesen Beitrag melden

    Die Greng keinten jo mol ufänken mat spueren. Dat geif dem Staatsbudget och net weih doen.

  • ech64 am 12.06.2020 11:04 Report Diesen Beitrag melden

    Wann index nett ännert gett och manner kaaft also net onbedengt gut fir Wirtschaftt

  • Gerd am 12.06.2020 10:49 Report Diesen Beitrag melden

    hun si dann gemengt et geif en Plus gin mat dem Lock Down deen vlait guer net neideg waar

  • Nico am 11.06.2020 21:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auf Nimmerwiedersehen Index

  • Aender am 11.06.2020 18:25 Report Diesen Beitrag melden

    Ea wird wohl eher eine 2-stellige Zahl werden, wetten ?