Luxemburger Hersteller

25. Februar 2021 12:32; Akt: 25.02.2021 13:23 Print

Belgien nimmt Avrox-​​Masken vom Markt

LUXEMBURG/BRÜSSEL – Die Bürger sind dazu aufgerufen, die Masken aus dem Großherzogtum nicht mehr zu benutzen, die Apotheken sollen sie nicht mehr verteilen.

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Frank Vandenbroucke, Belgiens Gesundheitsminister, hat die Masken aus Luxemburg vom Markt genommen. (Bild: DPA)

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Belgien ruft seine Bürger dazu auf, die Schutzmasken vom luxemburgischen Hersteller Avrox nicht mehr zu tragen. Das berichten mehrere belgische Medien. Der Hohe Gesundheitsrat (CSS) des Landes hatte die Empfehlung gegeben, die Masken «wegen des Verdachtes auf Toxizität durch die enthaltenen Nanopartikel aus Silber und Titandioxid» vom Markt zu nehmen. Der belgische Gesundheitsminister, Frank Vandenbroucke, folgte dem Ratschlag: Die Avrox-Masken sollen nicht mehr genutzt oder von den Apotheken herausgegeben werden.

Der belgische Staat hatte im Juni 2020 insgesamt 15 Millionen Schutzmasken des Herstellers aus Luxemburg-Stadt für rund 32 Millionen Euro gekauft. Nach der verspäteten Lieferung stellten die Behörden fest, dass die Ware aus dem Großherzogtum nicht den internationalen Hygienevorschriften entsprach.

« Masken halten sämtliche Vorschriften ein»

Das belgische Institut für öffentliche Gesundheit (Sciensano) veröffentlichte nun einen Bericht, aus dem hervorgeht, dass die Avrox-Masken die Gesundheit der Träger schädigen können. Die darin enthaltenen Nanopartikel können eingeatmet werden und zu schweren Lungenentzündungen führen. Belgien hat noch drei Millionen der minderwertigen Masken auf Vorrat.

Avrox hat am Donnerstag in einer Pressemitteilung auf die Vorwürfe reagiert. In dem Schreiben heißt es, dass das Unternehmen die Vorwürfe aus Belgien «zur Kenntniss nimmt und gespannt auf weiterführende Studien wartet». Weiter erklärt die Luxemburger Firma, dass «die gelieferten Masken sämtliche Vorschriften genauestens einhalten und die Behörden darüber hinaus im Juni ihre Zustimmung zum Vertrieb gegeben hatten». Einen endgültigen Nachweis, dass die Masken schädliche Nanopartikel enthalten, sei noch nicht erbracht worden. «Es handelt sich um vorläufige Studien, die mit Vorsicht zu genießen sind», so Avrox.

(sw/jw/L'essentiel)

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