Keine Grossveranstaltungen

22. September 2020 07:11; Akt: 22.09.2020 14:01 Print

Brasserie Nationale bleibt auf ihrem Bier sitzen

LUXEMBURG – Die Brauerei hat durch die Corona-Pandemie einen herben Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Rund 20.000 Hektoliter fehlen wohl in der Jahresbilanz.

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Im Großherzogtum wurde 2020 deutlich weniger Bier verzapft. (Bild: Editpress/Hervé Montaigu)

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Keine Volksfeste, Sportveranstaltungen ohne Zuschauer, und zahlreiche Arbeitnehmer, die aus ihren eigenen vier Wänden arbeiten: Wegen der Corona-Pandemie wurde in Luxemburg in den vergangenen Monaten deutlich weniger Bier getrunken als sonst. «Wir haben durch die Krise 10.000 Hektoliter weniger abgesetzt. Das sind drei Millionen Gläser, die nicht konsumiert wurden», sagt der Geschäftsführer der Brasserie Nationale, Frédéric de Radiguès.

Besonders hart traf den Hersteller der Marken Bofferding und Battin natürlich auch die zeitweilige landesweite Schließung der Bars und Restaurants. Und so wirklich Fahrt aufgenommen hat das Geschäft noch immer nicht, der Absatz ist noch immer weit vom Vorkrisenniveau entfernt. «Im Juli und im August war unser Umsatz um 45 beziehungsweise 42 Prozent kleiner als im Vorjahr», sagt de Radiguès. Problematisch für den Bierbrauer sei auch die Telearbeit. Der Absatz unter Arbeitnehmern ist um 70 Prozent eingebrochen. «Der Kirchberg ist eben fast menschenleer», wie de Radiguès sagt.

Brauerei ersetzt Fassbier

Lediglich in den Supermärkten und über Online-Lieferdienste konnte die Brasserie Nationale mehr Bier verkaufen. Hier verzeichnete sie ein Plus von 20 Prozent. Dies reiche aber nicht aus, um die Einbußen auf den anderen Bereichen auszugleichen. «Auf das Jahr gerechnet werden wir wohl 20.000 Hektoliter weniger verkaufen. Das wären zwölf Prozent weniger als 2019», sagt der Geschäftsführer.

Trotz der schlechten Geschäfte, hat die Brasserie Nationale ihren Kunden aus der Gastronomie zum Zeitpunkt Wiedereröffnung unter die Arme gegriffen. Das Fassbier, das die Bars und Restaurants nach der Schließung nicht mehr verkaufen konnte, hatte die Brauerei kostenlos ersetzt. Außerdem hatte sie von einigen Lokalen die Miete übernommen.

(Mathieu Vacon/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Simone am 22.09.2020 09:12 Report Diesen Beitrag melden

    Ass dach gutt, wann d'Leit manner um Alkohol hänken? Als nächst beschwéiert sech elo wuel d'Zigrettefabrik, datt d'Leit manner fëmmen?

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  • sputnik am 22.09.2020 08:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Umtaufen in Super Bock und der Umsatz steigt.

  • Léon am 22.09.2020 15:25 Report Diesen Beitrag melden

    Moins d’alcoolique sur nos routes

Die neusten Leser-Kommentare

  • alain am 23.09.2020 07:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    normal wann glieser nemmen hallef geföllt gin

  • Red(Nose)Dwarf am 22.09.2020 20:05 Report Diesen Beitrag melden

    Jungs! Ech maachen schonn mäin Bescht fir iech ze ënnerstëtzen; mä méi wie saufen geet einfach net.

  • Léon am 22.09.2020 15:25 Report Diesen Beitrag melden

    Moins d’alcoolique sur nos routes

  • jimbo am 22.09.2020 10:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Op een elo bis 12.00 oder bis 01.00h am Café hänkt, mescht et net wierklech aus. An am „Nuetsliewen“, hun dKids eischter Vodka/Redbull an änkeches gedronk. An doheem gett dann elo wuel awer meingedronk. Also, einfach mol unpassen un dSituatioun! Et gin Caféen, dei hun Plexiglas vir um Comptoir, vir eng Trennung zw. Client a Service ze machen. Anerer reegen sech nach emmer op dass do keen daerf setzen...

  • Marco am 22.09.2020 09:16 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist nicht die Telearbeit die Schuld ist das niemand in den Bars ist, sondern wenn man ausgeht und um 12 Uhr nach Hause muss, fühlt man sich wie ein 15 Jähriger dessen Eltern einen abholen beim Ausgehen! Wenn ich um 12 nach Hause muss bleib ich doch lieber ganz Zuhause! Vor Corona ist man ja erst gegen diese Zeit losgezogen.

    • Alles geet! am 22.09.2020 09:37 Report Diesen Beitrag melden

      Muss ee sëch alt ëmstellen. Einfach scho Mëttes mam Apéro ufänken, da krit een ëm Mëtternuecht d'Zong net méi ronderem :D

    • @Marco am 22.09.2020 10:30 Report Diesen Beitrag melden

      war in Köln, da wütet das Virus weniger um Mitternacht, Cafees bis 3 Uhr nachts geöffnet, ist doch alles Schwachsinn!

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