Wirtschaft in Luxemburg

13. März 2020 16:03; Akt: 13.03.2020 17:12 Print

Handelskammer beschließt Soforthilfen

LUXEMBURG – Die Corona-Krise erreicht die Wirtschaft im Großherzogtum. Die Handelskammer will betroffenen Unternehmen unbürokratisch helfen und schaltet eine Hotline.

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Man habe eine «pragmatische Antwort» gefunden, sagt Luc Frieden, Präsident der Handeskammer. (Bild: Editpress)

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Die Coronavirus-Krise schüttelt auch die Luxemburger Wirtschaft durch. Kurzarbeit, Homeoffice, viele Firmen im Land spüren die Krise inzwischen. Die luxemburgische Handelskammer («Chambre de Commerce», CDC) beschloss vor dem Hintergrund «einer außergewöhnlichen, ernsten Situation» zu handeln. CDC-Präsident Luc Frieden kündigte am Freitag zwei Maßnahmen an, mit dem besonders der Handel sowie das Hotel- und Gastgewerbe unterstützt werden sollen. Beide Branchen würden besonders unter den Einschränkungen des täglichen Lebens leiden und könnten Liquiditätsprobleme bekommen.

Daher werde der Garantiefonds auf Gegenseitigkeit («mutualité de cautionnement») für Kredite an die betroffenen Unternehmen bürgen. Der genossenschaftlich organisierte Fonds ist eine Einrichtung der Handelskammer. Die Bürgschaften des Fonds sollen maximal 50 Prozent der Kreditsumme betragen, höchstens aber 250.000 Euro. «Es ist eine schnelle und pragmatische Antwort auf Liquiditätsprobleme», sagt Frieden, der auch Verwaltungsratschef der Banque International à Luxembourg (BIL) ist. Über den Bürgschaftsantrag soll innerhalb von 24 Stunden entschieden werden, betont der Handelskammerpräsident. Die Hilfe soll so unbürokratisch wie möglich erfolgen, dabei müsse aber jeder Antrag auf «Seriosität» der Antragsteller geprüft werden.

Notrufnummer geschaltet

Neben dem Garantiefonds wurde eine Notrufnummer geschaltet, unter +352 42 39 39 445 können Unternehmen Fragen stellen. Hier erhalten Unternehmer Antworten auf Fragen zur aktuellen Situation und zu Hilfsangeboten. «Gesundheitsfragen werden hier nicht beantwortet», hebt Frieden hervor, der bei diesen Fragen auf die Angebote und Maßnahmen des Gesundheitsministeriums verweist.

Das Parlament hat ebenfalls einen Gesetzentwurf mit Erleichterungen für Unternehmen vorgelegt. Dieser soll es Firmen ermöglichen, die Sozialversicherungsbeiträge für den März später zu zahlen. Eine Stellungnahme der Regierung zu dem Entwurf gibt es bisher noch nicht.

(Mathieu Vacon/L'essentiel)

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