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22. Februar 2021 10:29; Akt: 22.02.2021 11:23 Print

«Indexmanipulation der Regierung ist unannehmbar»

LUXEMBURG – Dem Luxemburger Konsumentenschutz ist die derzeitige Berechnung der Indexierung ein Dorn im Auge. Nicht alle Preiserhöhungen würden berücksichtigt.

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Die ULC fordert, dass die neue CO2-Steuer in die Berechnung der Indexierung einfließen muss. (Bild: DPA)

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Die Verbraucherschützer der UCL befürchten, dass die derzeitige Entwicklung der Preise eine mögliche Inflationstendenz im Großherzogtum andeutet. In einem am Montagmorgen veröffentlichten Communiqué fordern sie die Kaufkraft der Bürger abzusichern.

Die ULC beruft sich auf Daten der Statistikbehörde Statec, nach denen die Teuerungsspirale wieder in Bewegung geraten ist. Dies werde vor allem den Klein-, Mittelverdienern und Rentnern zu schaffen machen. Die Preise seien vor allem aufgrund der neuen CO2-Steuer, die seit Beginn des Jahres berechnet wird, wieder nach oben gegangen. Die Energiepreise stiegen während des vergangenen Monats um elf Prozent. Allein der Dieselpreis ist seit Jahresbeginn bereits neun Mal erhöht worden. Aber auch Lebensmittel und Dienstleistungen sind zuletzt teurer geworden.

«Verbraucher können nicht unendlich belastet werden»

Die Verbraucherschützer kritisieren, dass die CO2-Steuer im Indexwarenkorb neutralisiert und nicht für die Berechnung der Anpassung der Löhne, Gehälter und Renten an die Inflation in Betracht gezogen wird. «Für die ULC ist diese Indexmanipulation unannehmbar. Der Konsumentenschutz fordert die Regierung auf, alle Preiserhöhungen integral im Index zu berücksichtigen», heißt es in der Mitteilung.

Vor allem durch die Coronakrise und die damit einhergehende zunehmende Arbeitslosigkeit oder Teilzeitarbeitslosigkeit sei vielen Arbeitnehmern ein nicht unwesentlicher Teil des Einkommens und damit auch der Kaufkraft weggebrochen. «Die ULC warnt die Regierung davor, dass die Verbraucher nicht unendlich mit höheren Ausgaben und weniger Einnahmen belastet werden können. Eine solche Politik würde unweigerlich in einer sozialen Krise münden», schreibt der Konsumentenschutz.

(sw/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Arm am 22.02.2021 17:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Luxemburger Regierung verarscht sowieso seit 2013 die Leute die Regierung erhöht ihre Diäten und das laufende Fußvolk kaum Bleche und für den Rest ist unseren Minister das scheißegal

  • Nico am 22.02.2021 14:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich frage mich sowieso wo die STATEC ihre Preise von den Artikeln welche sich im Warenkorb befinden hernimmt. Wie bemerken täglich dass die Preise für Lebensmittel massiv steigen. Ein schon längst auffälliger Trick dass der Inhalt der Produkte weniger wird aber der Preis ändert sich nicht. Das ist ebenfalls eine versteckte Preiserhöhung. Einer Kontrollbehörde müsste das ja auch auffallen. Dass der Konsumentenschutz es zur Kenntnis nimmt und sich aufregt genügt nicht, den es wird sich weder an den Preissteigerungen noch an der Indexmanipulation etwas ändern. Wir müssen die Preise bezahlen oder weniger konsumieren, sprich, essen.

  • Meinung am 22.02.2021 11:45 Report Diesen Beitrag melden

    Mir sollte mal einer erklären, warum Co2 Steuern, den Verbrauch von Co2 mindern soll. Mindern kann nur sein, wenn die Verpackungsindustrie zurückgefahren wird, oder wenn nicht mehr z. B. in Asien produziert wird und auf die weiten Lieferwege verzichten wird. Mindern kann nur wenn wir mal endlich auf die Zuwanderung verzichten, wenn wir die Ausbreitung des Menschen auf der Erde stoppen und es wieder weniger Menschen auf dieser Welt gibt, weniger Kinder zeugen. Die Politik ist verlogen auf dieser Welt, da der Wachstum immer mehr angeheizt wird, anstatt Nullwachstum, das heisst mehr Qualität.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Pantomas am 23.02.2021 12:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Freier hatten mir den Office des Prix. Do konnt net einfach mol fir een 1 liter melech 3 Euro froen. Irgendwann as daat ofgeschaaft gin well wichteg Leit investeiert hun an gesin hun das daat hier Recolten blockeiert. Sou een Office mist erem angefouert gin. Dann as et eriwert mat haut den index an muar kascht coiffer Broud an co mol 2, 5 prozent mei.

  • Arm am 22.02.2021 17:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Luxemburger Regierung verarscht sowieso seit 2013 die Leute die Regierung erhöht ihre Diäten und das laufende Fußvolk kaum Bleche und für den Rest ist unseren Minister das scheißegal

  • deMeckere am 22.02.2021 14:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das Index gefummel gibt es schon seit Jahre. Das ganze ist schon lang nicht mehr gerecht und müßte komplett überdacht. Als soziale Maßnahme sollte es schwache Einkommen stützen. Da es jedoch Prozentual berechnet wird bekommen Mindestlohn oder Geringverdiener am wenigsten! Wo liegt wohl der Fehler?

  • Nico am 22.02.2021 14:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich frage mich sowieso wo die STATEC ihre Preise von den Artikeln welche sich im Warenkorb befinden hernimmt. Wie bemerken täglich dass die Preise für Lebensmittel massiv steigen. Ein schon längst auffälliger Trick dass der Inhalt der Produkte weniger wird aber der Preis ändert sich nicht. Das ist ebenfalls eine versteckte Preiserhöhung. Einer Kontrollbehörde müsste das ja auch auffallen. Dass der Konsumentenschutz es zur Kenntnis nimmt und sich aufregt genügt nicht, den es wird sich weder an den Preissteigerungen noch an der Indexmanipulation etwas ändern. Wir müssen die Preise bezahlen oder weniger konsumieren, sprich, essen.

  • Jos am 22.02.2021 12:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das dicke Ende kommt sowieso noch. Wer wird wohl nach der Corona Krise alles bezahlen? Die Reichen, die Armen? Nein, die noch arbeitende Bevölkerung.