Geplantes Rechenzentrum

08. Oktober 2021 16:53; Akt: 08.10.2021 16:54 Print

Keine Steuervorteile für Google in Bissen

BISSEN – Finanzminister Pierre Gramegna bestätigt, dass dem multinationalen Digitalkonzern Google keine Steuerbegünstigungen angeboten wurden, um sich in Bissen niederzulassen.

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Die Gemeinde Bissen hatte den Sonderbebauungsplan (PAP) im Oktober 2020 für rechtskräftig erklärt, sodass Google kommen und seine Server dort installieren werden konnten.

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«In Luxemburg gelten die Steuerregeln für alle Unternehmen gleich. Es liegt kein selektiver Steuervorteil vor». So lautete die Antwort von Finanzminister Pierre Gramegna (DP) auf eine parlamentarische Anfrage der CSV-Abgeordneten Laurent Mosar und Gilles Roth über das Google-Projekt in Bissen. Im Rahmen der Gespräche über das Bauprojekt des Internet-Riesen in Bissen sei laut des Finanzministers «keine Steuerbegünstigung gewährt» worden.

Laurent Mosar und Gilles Roths Anfrage basiert auf einen Artikel des Forbes-Magazin. Darin heißt es unter anderem, dass zahlreiche Länder rivalisieren, um Großunternehmen des Digitalsektors, die sich mit ihren Rechenzentren niederlassen wollen. Dabei würden Staaten massive Steuervorteile anbieten. «Die von den einzelnen Städten und Staaten angebotenen Tax Rulings gehören zu den Hauptkriterien einer Niederlassung multinationaler Digitalkonzerne», behaupteten Mosar und Roth. Laut Forbes würden Großkonzerne wie Google und Facebook von den jeweiligen Regierungen die Unterzeichnung von Vertraulichkeitsvereinbarungen verlangen. Dabei würden diese nach massiven Steuervorteilen rufen – für den Bau von Rechenzentren, die nur sehr wenige Arbeitsplätze schaffen würden.

Der Luxemburger Staat und das für das Google-Projekt in Bissen verantwortliche Unternehmen haben ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet. Mouvement écologique (Meco) forderte Einsicht in die Dokumente, was die Justiz im vergangenen April jedoch ablehnte. Die Gemeinde Bissen hatte den Sonderbebauungsplan (PAP) im Oktober 2020 für rechtskräftig erklärt, damit konnte Google mit dem Projekt wie geplant fortfahren. Der Staat hat dabei die Kosten für die Anbindung des Rechenzentrums an das Straßennetz übernommen. Das Rechenzentrum soll übrigens zwischen 100 und 350 Arbeitsplätze schaffen.

(ol/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • CO2 Steuer am 10.10.2021 22:47 Report Diesen Beitrag melden

    Die Luxemburger dürfen die CO2 Steuer beim Tanktourismus blechen und wie sieht es beim CO2 Verbrauch durch den Strom, den die Anlage braucht aus? Dürfen das wieder die Luxemburger zahlen? Den Wasserverbrauch zur Kühlung kriegen die so gut wie gratis und die Zeche dürfen wieder die Luxemburger zahlen; deshalb ist ja alles geheim, ein Unding

  • De_klenge_Fuerzkapp am 08.10.2021 17:12 Report Diesen Beitrag melden

    Das klingt alles nach blabla . . . I******.

  • Alain am 10.10.2021 22:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die machen wohl Geld damit. Umsatzt wenn ich mich nicht irre 18 Milliarden $ 2020.

Die neusten Leser-Kommentare

  • CO2 Steuer am 10.10.2021 22:47 Report Diesen Beitrag melden

    Die Luxemburger dürfen die CO2 Steuer beim Tanktourismus blechen und wie sieht es beim CO2 Verbrauch durch den Strom, den die Anlage braucht aus? Dürfen das wieder die Luxemburger zahlen? Den Wasserverbrauch zur Kühlung kriegen die so gut wie gratis und die Zeche dürfen wieder die Luxemburger zahlen; deshalb ist ja alles geheim, ein Unding

  • Alain am 10.10.2021 22:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die machen wohl Geld damit. Umsatzt wenn ich mich nicht irre 18 Milliarden $ 2020.

  • JOHNNY am 10.10.2021 21:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @Alain Genau ewei Ären Kommentar hei… Och deen ass duerch e Rechenzentrum gelaf…

  • Arm am 10.10.2021 13:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer weiß denn Wenn das Gebäude von Google da steht In zehn Jahren oder länger

  • JOHNNY am 10.10.2021 13:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Firwat ass dann wuel alles geheim?