Statec-Bericht

07. September 2021 17:59; Akt: 07.09.2021 18:03 Print

Luxemburger gaben 2020 mehr Geld für Essen aus

LUXEMBURG – Wegen des Lockdowns und der Schließung sämtlicher Restaurants, sind die Einkaufsausgaben 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 1345 Euro gestiegen.

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Homeoffice-Regelungen und der coronabedingte Lockdown im Jahr 2020 hatten einige positive Auswirkungen auf das Haushaltsbudget, das zeigen die am Dienstag von Statec veröffentlichten Zahlen. Das Tank-Budget belief sich auf durchschnittlich 941 Euro, gegenüber 1156 Euro im Jahr 2019 (-18,6 Prozent). Auch die Ausgaben in Restaurants und Bars sind durch die lange Schließung zwangsläufig zurückgegangen. Inklusive Kantinenkosten gaben die Haushalte Luxemburgs im Durchschnitt 2465 Euro aus. Im Vorjahr waren es noch 3737 Euro, sodass ein Rückgang der Ausgaben von 34 Prozent verzeichnet wurde.

Statec findet für die Coronalage deutliche Worte: «2020 war für den Cateringmarkt ein schwarzes Jahr.» Allein die Ausgaben in Bars und Cafés gingen um 62,2 Prozent zurück. In konkreten Zahlen bedeutet dies: 2019 gaben Luxemburger Haushalte 541 Euro in den Lokalen aus, 2020 waren es noch 204 Euro.

Der Fahrrad-Boom

Diese Einsparungen bedeuten allerdings nicht, dass das Geld gar nicht ausgegeben wurde – die Ausgaben wurden verlagert, in einigen Bereichen sind sie regelrecht explodiert. Dies gilt beispielsweise für die Einkäufe von Nahrungsmitteln und Getränken für den Hausgebrauch, die im Jahr 2020 7178 Euro ausmachten, gegenüber 5833 Euro im Vorjahr (+23,1 Prozent). Hierunter fallen sämtliche Produkte, von Salz über Süßwaren bis hin zu Käse. Am stärksten bemerkbar ist der Trend bei Fleisch, Obst und Gemüse sowie alkoholischen Getränken (hier hat sich das Budget im Laufe des Jahres fast verdoppelt).

Der Statec weist indes noch auf weitere Konsumgewohnheiten hin, die sich durch die Coronakrise verändert haben. Im IT-Bereich liegen die Ausgaben im Jahr 2020 durchschnittlich bei 450 Euro, gegenüber 332 Euro im Jahr 2019 (+35 Prozent). Dieser Trend wird durch die Anschaffung von Geräten fürs Homeoffice und dem Wunsch nach Freizeitgeräten erklärt. Zudem wurde mehr in die Instandhaltung und Reparatur der Wohnung investiert. Im Durchschnitt flossen im vergangenen Jahr 785 Euro in die eigenen vier Wände, gegenüber 585 Euro im Jahr 2019 (+34,2 Prozent).

Die Ausgaben in Bezug auf den Kauf und die Reparatur von Fahrrädern stechen im Statec-Bericht besonders hervor. Das Budget ist von ursprünglich 130 Euro (2019) auf 634 Euro angestiegen.

(nc/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Frënz am 07.09.2021 22:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Merci Claude an Frënz an hir Partei. Macht esou weider.... Dir sidd genial Denker.

  • de Krätzert am 08.09.2021 09:23 Report Diesen Beitrag melden

    Oh fréck; hun déi aawer laang gebraucht fir daat raus ze fannen ! Mir wossten daat schon virun méi wi engem Joër! Mein Portemonni fir Iésswuëren as ëllen dënn gin; dofir as deen fir Restoën um baschten !

Die neusten Leser-Kommentare

  • de Krätzert am 08.09.2021 09:23 Report Diesen Beitrag melden

    Oh fréck; hun déi aawer laang gebraucht fir daat raus ze fannen ! Mir wossten daat schon virun méi wi engem Joër! Mein Portemonni fir Iésswuëren as ëllen dënn gin; dofir as deen fir Restoën um baschten !

  • Frënz am 07.09.2021 22:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Merci Claude an Frënz an hir Partei. Macht esou weider.... Dir sidd genial Denker.