Coronavirus

11. März 2020 19:52; Akt: 11.03.2020 20:45 Print

Luxemburgs Wirtschaft spürt die Auswirkungen

LUXEMBURG – Die Regierung hat am Mittwoch ein Hilfsprogramm für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) vorgestellt, die von einem «außergewöhnlichen Ereignis» betroffen sind.

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Die luxemburgische Wirtschaft lebe vom Austausch mit den Nachbarn und ihrer Offenheit, sagte Franz Fayot. (Bild: Editpress/Archives / Alain Rischard)

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Das Coronavirus beginnt auch in der luxemburgischen Wirtschaft Spuren zu hinterlassen. Das sagte Wirtschaftsminister Franz Fayot am Mittwoch bei einer Pressekonferenz mit drei weiteren Regierungsmitgliedern. Das Großherzogtum spüre die Krise umso deutlicher, denn die Wirtschaft hierzulande lebe von ihrer Offenheit und dem Austausch mit den Nachbarn. Laut Franz Fayot gingen im Ministerium in einer Woche etwa fünfzig Voranfragen ein, bei denen sich Unternehmen über Kurzarbeit informierten. «Wir werden sehen, ob es so weit kommt, aber das kann schon jetzt bis zu 1500 Personen betreffen». Der Mechanismus ermögliche es, «bis zu 80 Prozent der Lohnkosten zu decken, falls erforderlich».

Der Familienurlaub kann auch für Eltern genutzt werden, deren Kinder unter Quarantäne gestellt werden müssen, so die Regierung. Was die Unternehmen betrifft, so können sie auf Heimarbeit umstellen. Franz Fayot erwähnte auch eine mögliche Lockerung der Steuervorschriften, die die Anzahl der Arbeitstage für Grenzgänger von zu Hause aus begrenzen. «Wir müssen dies mit unseren Nachbarn besprechen, aber es wäre sinnvoll, gerade jetzt einen Schritt auf sie zuzugehen». Wenn sich das Coronavirus weiter ausbreitet, werden einige Arbeitnehmer schnell die Schwelle überschreiten, ab der sie eine Doppelbesteuerung riskieren.

Hilfe für kleine und mittlere Unternehmen

Franz Fayot und Lex Delles (DP), Minister für den Mittelstand, stellten ebenfalls einen Gesetzentwurf zur Einführung einer Beihilferegelung für KMU vor. Sie betrifft kleine Unternehmen, die von «einer vorübergehenden Schwierigkeit infolge der Auswirkungen eines außergewöhnlichen und unvorhersehbaren Ereignisses von nationaler oder internationaler Tragweite» betroffen sind.

Die Beihilfe, die auf der Grundlage des entstandenen finanziellen Verlustes berechnet wird, kann unter drei Bedingungen gewährt werden: Das Ereignis muss während eines bestimmten Zeitraums als schädlich für die Wirtschaftstätigkeit anerkannt worden sein, das Unternehmen muss vorübergehende finanzielle Verluste erleiden und der Kausalzusammenhang muss nachgewiesen werden. Die Regierung hat einige Beispiele dafür genannt, in welchen Fällen solche Beihilfen gewährt werden könnten. Die Behörden sprechen von «Terrorakten, Vulkanausbrüchen oder Epidemien wie dem Coronavirus».

(jg/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • GeraBo am 12.03.2020 00:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eis Verantwortlech Inztanzen behuelen sech wéi ......ech wees net waat. Mellen sech Leit fräiwellech fir een Test zemaachen,dee gëtt dann refuséiert.Kommen Leit aus der Vakanz ,wou schons do an Quarantaine waaren,gin ebenfalls hei net getest. Mier Vertrauen léiwer ob een zweifelhaften Certificat vum Ausland. Ebenfalls ass et dépriméierent ze liesen,dass ons Wirtschaft vun den 100dausend Grenzgänger oofhängesch ass. Mat aaner Wieder et gët iwerhaapt kee LETZEBUERG méi. Mir sin verkaaf gin .Mir missten LETZEBUERG ëmdeefen an FRADEBELCH evt. Wéi wëllen se reagéieren,wann 10% vun deenen 100dausend Frontalieren de Virus mat eran bréngen. Ass alt nëmmen gut,dass waarscheinlech kéng Frontalieren an den Ministäeren schaffen. Do dierf jo keen de Virus kréien. Traurecht Letzebuerg.

  • Jack am 11.03.2020 23:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Luxemburgs Wirtschaft geht dem Autonormalverbraucher, in solchen Zeiten gelinde ausgedrückt KOMPLETT am ARSCH vorbei. Das liegt wohl daran das Sie nur Ihr Leben zu verlieren haben und keine Mio Euro. Vergib Ihnen denn Sie wissen nicht was Sie tun.

  • Jean Muller am 11.03.2020 22:49 Report Diesen Beitrag melden

    Abéjo ... ich hatte angenommen, dass unsere Regierung dem Virus und dessen Folgen den Grenzübertritt untersagt hat! Verbieten ist ja deren Hauptbeschaeftigung. Und was nicht verboten ist, ist eben nicht erlaubt ... ausser es handelt sich um Demokratie gegenüber der Hochfinanz.

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  • GeraBo am 12.03.2020 00:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eis Verantwortlech Inztanzen behuelen sech wéi ......ech wees net waat. Mellen sech Leit fräiwellech fir een Test zemaachen,dee gëtt dann refuséiert.Kommen Leit aus der Vakanz ,wou schons do an Quarantaine waaren,gin ebenfalls hei net getest. Mier Vertrauen léiwer ob een zweifelhaften Certificat vum Ausland. Ebenfalls ass et dépriméierent ze liesen,dass ons Wirtschaft vun den 100dausend Grenzgänger oofhängesch ass. Mat aaner Wieder et gët iwerhaapt kee LETZEBUERG méi. Mir sin verkaaf gin .Mir missten LETZEBUERG ëmdeefen an FRADEBELCH evt. Wéi wëllen se reagéieren,wann 10% vun deenen 100dausend Frontalieren de Virus mat eran bréngen. Ass alt nëmmen gut,dass waarscheinlech kéng Frontalieren an den Ministäeren schaffen. Do dierf jo keen de Virus kréien. Traurecht Letzebuerg.

  • Jack am 11.03.2020 23:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Luxemburgs Wirtschaft geht dem Autonormalverbraucher, in solchen Zeiten gelinde ausgedrückt KOMPLETT am ARSCH vorbei. Das liegt wohl daran das Sie nur Ihr Leben zu verlieren haben und keine Mio Euro. Vergib Ihnen denn Sie wissen nicht was Sie tun.

  • Jean Muller am 11.03.2020 22:49 Report Diesen Beitrag melden

    Abéjo ... ich hatte angenommen, dass unsere Regierung dem Virus und dessen Folgen den Grenzübertritt untersagt hat! Verbieten ist ja deren Hauptbeschaeftigung. Und was nicht verboten ist, ist eben nicht erlaubt ... ausser es handelt sich um Demokratie gegenüber der Hochfinanz.