Industrie in Luxemburg

23. Februar 2021 10:02; Akt: 23.02.2021 10:00 Print

Rotarex investiert und atmet durch

LINTGEN – Der Beginn der Corona-Pandemie hatte das Industrieunternehmen aus Luxemburg kalt erwischt. Rotarex hat aus der Krise gelernt und sich besser aufgestellt.

storybild

Die Produkte von Rotarex bringen medizinische Gase dorthin, wo sie gebraucht werden.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Vom plötzlichen Ausbruch der Corona-Krise war man auch bei Rotarex überrascht worden. Die Nachfrage nach medizinischer Gerätschaft stieg plötzlich sprunghaft an und beim Konzern mit Sitz in Lintgen nördlich der Hauptstadt konnte man seinerzeit nicht alle Aufträge annehmen, die eingegangen waren. Das Industrieunternehmen hat reagiert und in neue Produktionslinien investiert, die am Montag Wirtschaftsminister Franz Fayot und Erbprinz Guillaume vorgestellt worden sind.

Mit den neuen Linien habe das Unternehmen seine Produktionskapazität verdoppelt. Zum Produktspektrum gehören Ventile und Regler, die zur Verabreichung von Sauerstoff und anderen medizinischen Gasen an Patienten mit Atemnot eingesetzt werden. Gleichzeitig stelle Rotarex Komponenten wieder im Haus her, die zuvor von Subunternehmern geliefert worden seien. «Wir haben bessere Durchlaufzeiten und eine bessere Rückverfolgbarkeit, wodurch wir auf unseren Märkten wettbewerbsfähiger werden», fasst Isabelle Schmitz, Präsidentin von Rotarex Solutions, zusammen. In der Sparte des Familienunternehmens sind insgesamt 1600 Mitarbeiter beschäftigt, 780 davon in Luxemburg.

«Konkreter Beitrag»

Außerdem habe man in Forschungs- und Entwicklungsprojekte investiert, um die Effizienz der medizinischen Produkte zu verbessern. Die Investition in Höhe von insgesamt 6 Millionen Euro ist vom Wirtschaftsministerium im Rahmen der Corona-Subvention gefördert worden, da Rotarex mit seiner Medizinsparte einen «konkreten Beitrag zum Kampf gegen die Covid-19-Pandemie leistet», wie Minister Fayot mitteilte. Mit Medizinprodukten erwirtschaftete das Unternehmen im vergangenen Jahr 20,5 Millionen Euro Umsatz bei einem Konzernumsatz von 205 Millionen Euro.

Der auf die Verteilung von Gasen für Industrieprozesse spezialisierte Konzern beliefert Kunden aus der Lebensmittelbranche genauso wie die Automobil- und Raumfahrtbranche. Rotarex-Produkte kommen darüber hinaus auch in Brandschutzanlagen zum Einsatz. Im Jahr 2022 feiert der Konzern sein hundertjähriges Jubiläum. Noch in diesem Jahr beginnt die Firma mit dem Bau einer neuen, 30.000 Quadratmeter großen Konzernzentrale in Bissen. In den Neubau werden 100 Millionen Euro investiert.

(mv/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.