In Luxemburg

21. Juni 2018 06:52; Akt: 21.06.2018 07:10 Print

Mögliche Käufer prüfen ArcelorMittal-​​Standort

DÜDELINGEN – Die drei potenziellen Käufer des Stahlwerks in Düdelingen haben bis zum 7. Juli Zeit, ihre Angebote für die Übernahme zu unterbreiten.

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ArcelorMittal will seinen Standort in Düdelingen veräußern. (Bild: Editpress)

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Um den italienischen Konzern Ilva übernehmen zu können, muss ArcelorMittal einen Teil seiner Vermögenswerte verkaufen. Das sieht das Kartellrecht der EU vor. Neben dem Standort Düdelingen will der Weltmarktführer in der Stahlindustrie auch Standorte in Belgien veräußern: zwei Verzinkungslinien in Flémalle und ein Weißblechwerk in Tiller.

«Das Werk Düdelingen ist Teil des Gesamtpakets mit den belgischen Standorten», sagt Jean-Claude Bernardini, Zentralsekretär des OGBL.

EU-Kommission muss Wahl bestätigen

Drei Käufer haben bereits Interesse angemeldet. Die deutsche Salzgitter mit 25.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 9,5 Milliarden Euro, die schwedische SSAB (15.000 Mitarbeiter und ein Umsatz von 7 Milliarden Euro) und die russische NLMK (mehr als 60.000 Mitarbeiter, davon 2.300 in Europa, und einem Umsatz von fast 7 Milliarden Euro). Zum Vergleich: ArcelorMittal beschäftigt 200.000 Mitarbeiter und erzielt einen Umsatz von 57 Milliarden Euro.

Im Vorfeld statten die potenziellen Käufer unter der Woche dem Großherzogtum einen Besuch ab, um das Düdelinger Werk unter die Lupe zu nehmen. «Sie müssen ihr Angebot bis zum 7. Juli unterbreiten», so Bernardini weiter.

Nachdem sich ArcelorMittal auf einen Käufer festgelegt hat, muss die Europäische Kommission die Wahl noch bestätigen. «Wir mischen uns nicht in die Verhandlungen ein. Bestenfalls kann uns ArcelorMittal darum bitten, die Käufer zu treffen, die Verdienste des Werks zu unterstreichen und über den Erhalt der Arbeitsplätze zu sprechen», erklärt das Wirtschaftsministerium.

(Gaël Padiou/L'essentiel)

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