Geldwäsche

22. Februar 2016 14:29; Akt: 22.02.2016 17:13 Print

Spanische Polizei verhaftet Banker aus Luxemburg

LUXEMBURG/MADRID – Spanische Behörden haben sechs Manager der chinesischen Bank ICBC wegen des Verdachts auf Geldwäsche verhaftet. Einer von ihnen arbeitet in Luxemburg.

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Die ICBC ist die größte Bank der Volksrepublik China. (Bild: DPA)

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Die spanische Polizei hat am vergangenen Mittwoch fünf Manager der chinesischen Großbank ICBC (Industrial and Commercial Bank of China) in Madrid verhaftet. Sie werden der Geldwäsche, Steuerhinterziehung und Dokumentenfälschung verdächtigt. Das berichtet die europäische Polizeibehörde Europol in eine Pressemitteilung. Einen sechsten Banker schnappten die spanischen Behörden am Freitag. Er soll laut der Nachrichtenagentur AP zuvor in Madrid gearbeitet haben – dann aber zur ICBC-Europazentrale nach Luxemburg gewechselt sein. Zum genauen Ort der Festnahme wollte Europol keine Angaben machen, die Luxemburger Justiz geht davon aus, dass die Verhaftung in Spanien war.

Bei der Razzia auf die ICBC-Filiale in Madrid waren 100 Polizisten im Einsatz. Dem Einsatz, von der Polizei «Operation Shadow» getauft, gingen jahrelange Ermittlungen voraus. Gegenüber L'essentiel erklärt eine Sprecherin von Europol, dass die Beamten ursprünglich nur gegen eine chinesische Fälscherbande ermittelten – und auf das organisierte Verbrechen stießen. «Aber dann fanden die Ermittler hinweise auf Ausbeutung und sogar Menschenhandel – und immer wieder tauchte die ICBC auf.» Europol geht davon aus, dass mindestens 40 Millionen Euro über die Bank gewaschen wurden. «Die Kriminellen schickten das Geld dann über die ICBC nach China», erklärt die Europol-Sprecherin.

Der Chef der Luxemburger ICBC-Zentrale ist nach Madrid gereist, um die Wogen zu glätten. In einem Bankstatement heißt es, dass das Geldhaus «die neuesten Anti-Geldwäsche-Systeme» anwende.

(Tobias Senzig/L'essentiel)

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