Bis zu 11.000 Prozent Gewinn

19. Dezember 2017 07:20; Akt: 19.12.2017 07:25 Print

Nicht nur mit Bitcoins können Sie reich werden

Sogenannte Altcoins werfen teilweise weitaus mehr Gewinn ab, als der allseits bekannte Bitcoin. Fünf Beispiele.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema

Um Kryptowährungen herrscht derzeit regelrechte Goldgräber-Stimmung. Der größte Teil der Aufmerksamkeit gilt dabei dem Bitcoin. Dabei ist Bitcoin längst nicht mehr die einzige große Blockchain-Währung.

Auch mit Bitcoin-Alternativen, sogenannten Altcoins, konnte man 2017 viel Geld verdienen – noch mehr als mit Bitcoins. Wer im Dezember 2016 in den Blockchain-Primus investierte, verbucht heute rund 2345 Prozent Gewinn. Bei den folgenden fünf Beispielen liegt dieser Wert nochmal wesentlich höher. Fünf populäre Altcoins.

• Ether

Ether, oft auch Gas genannt, ist die Währung des Ethereum-Projekts. Das Konzept von Ethereum sieht vor, dass auf der Blockchain Apps ausgeführt werden, wofür der Nutzer mit Ether bezahlt. Das Projekt wurde 2014 ins Leben gerufen und wird von der Schweizer Ethereum Foundation entwickelt.

Kurs:

Dezember 2016: 7,8 US-Dollar

Dezember 2017: 713 US-Dollar

Gewinn: 9105 Prozent

• Litecoin

Litecoin ist als Ergänzung zu Bitcoin gedacht und ist dieser Währung sehr ähnlich. Der Hauptunterschied: Bestätigungen von Transaktionen sind laut Litecoin.org bei Litecoin schneller. Die Kryptowährung gibt es schon seit 2011. Wer damals investierte, dürfte heute reich sein.

Kurs:

Dezember 2016: 3,7 US-Dollar

Dezember 2017: 313 US-Dollar

Gewinn: 8388 Prozent

• Monero

Bei Monero handelt es sich um eine Währung, die Datenschutz und Anonymität in den Vordergrund stellt. Dadurch wird die Währung oft mit kriminellen Machenschaften in Verbindung gebracht, etwa die Hackerattacke Wannacry oder Drogendeals im Darkweb. Daniel Diemers, Fintech-Experte von PwC Strategy&, hält solchen Vorwürfen gegenüber Kryptowährungen entgegen: «Traditionelle Währungen werden von Kriminellen auch fleissig verwendet.»

Kurs:

Dezember 2016: 8,5 US-Dollar

Dezember 2017: 346 US-Dollar

Gewinn: 3956 Prozent

• Dash

Dash wurde 2014 unter dem Namen X-Coin eingeführt. Noch heute hegen manche Kritiker der Währung den Verdacht, dass deren Gründer Evan Duffield X-Coin einführte, um sich mit krummen Tricks selbst daran zu bereichern. Dies, weil Duffield aufgrund eines angeblichen Fehlers im Code in den ersten Tagen nach Gründung eine unüblich große Menge an Coins minen konnte. Später behob Duffield den Fehler und die Währung wurde noch im gleichen Jahr auf Darkcoin umgetauft. Seit 2015 heißt sie Dash. Der Name der Kryptowährung steht für «Digital Cash» («digitales Bargeld»).

Kurs:

Dezember 2016: 9,7 US-Dollar

Dezember 2017: 1078 US-Dollar

Gewinn: 11.006 Prozent

• Ripple

Das sogenannte Ripplenet soll Banken, Bezahldienste und Marktplätze für Kryptowährungen miteinander vernetzen. Unter den Mitgliedern des Ripplenet sind Banken wie etwa die UBS und American Express. Der Wert eines Ripple mag unscheinbar sein, der Kurs ist allerdings innerhalb des letzten Jahres regelrecht explodiert.

Kurs:

Dezember 2016: 0,007 US-Dollar

Dezember 2017: 0,76 US-Dollar

Gewinn: 10.757 Prozent

Betrugsversuche?

Oft werden gerade weniger bekannte Altcoins als Betrugsversuche abgetan. Die Vorsicht ist laut Blockchain-Experte Alexander Denzler von der Hochschule Luzern gerechtfertigt: «Es gibt einige Unternehmen, die den Hype um Kryptowährungen und die technologische Komplexität des Themas schamlos ausnutzen.»

Das Risiko, Opfer eines Betrugs zu werden, sei bei bekannten Währungen wie Bitcoin wesentlich geringer. Sein Tipp an alle Händler mit Kryptowährungen lautet darum: «Für eine objektive Einschätzung kommt man nicht darum herum, sich mit der Technologie auseinanderzusetzen.»

(L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.