Ferien in der EU

11. Juni 2017 17:24; Akt: 11.06.2017 17:36 Print

Roaming-​​Gebühren sind bald Geschichte, aber...

Telefonate im EU-Ausland waren oft viel teurer als gedacht. Nun werden die Roaming-Gebühren endgültig abgeschafft. Aber Kostenfallen bleiben.

storybild

Wer von zuhause nach Deutschland oder Belgien anruft, zahlt unter Umständen mehr, als wenn er das gleiche Telefonat aus Spanien oder Polen oder einem beliebigen anderen EU-Land führt. (Bild: Keystone/Alessandro Della Valle)

Zum Thema
Fehler gesehen?

In der EU werden die Roaming-Gebühren abgeschafft. Kommenden Donnerstag, 15. Juni, ist es so weit: Personen mit einem EU-Mobilfunkvertrag zahlen im EU-Ausland keine Zusatzgebühren mehr. Das gilt auch für Island, Norwegen und Liechtenstein, da sie Teil des Europäischen Wirtschaftsraums sind. Die Schweiz jedoch profitiert nicht von der Abschaffung.

Die bevorstehende Abschaffung der Extragebühren enthält nach Auffassung von deutschen Verbraucherschützern noch einige Stolpersteine. «Es gibt auf jeden Fall Kleingedrucktes», warnte Isabelle Buscke vom Brüsseler Büro des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv). Telefonate aus dem Inland zu ausländischen Nummern aber seien beispielsweise von der Regelung «überhaupt nicht abgedeckt», das bleibe ein «großes Ärgernis». Ein Handy-Anruf aus Deutschland in Spanien könne je nach Tarif daher bis zu zwei Euro pro Minute kosten, innerhalb Spaniens sei ein Anruf mit dem gleichen deutschen Handyvertrag hingegen künftig preisreguliert.

Mehrkosten trotzdem möglich

Grundsätzlich begrüßten die europäischen Verbraucherschützer jedoch die Neuregelung: «Das ist auf jeden Fall ein Meilenstein für die Verbraucher», sagte Buske. Ein Wermutstropfen sei, dass das Roaming einen starker Eingriff in den Markt darstelle: Die Kunden könnten sich nicht – wie bei anderen Produkten üblich – den EU-weit günstigsten Anbieter auswählen.

Der luxemburgische Telekomregulierer ILR betonte vor kurzem, dass trotz Roaming-Abschaffung trotzdem noch Mehrkosten auf den Kunden zukommen können. Alles ist vom jeweiligen Tarif und des darin enthaltenen Kommunikations- und Datenvolumens abhängig. Bei übermäßigem Gebrauch, der zu einem Verlustgeschäft führt, können die Mobilfunkanbieter weiterhin Roaminggebühren verlangen. Das müssen die Provider jedoch nachweisen. Das ILR erinnert zudem daran, dass Kunden Vertragsänderungen oder Gebührenerhöhungen nicht akzeptieren müssen und aus dem Mobilfunkvertrag aussteigen können.

(L'essentiel/asc/dpa/jt)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Renét. am 11.06.2017 18:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    alles Betrug.Monatliche Gebueren werde erhöht

Die neusten Leser-Kommentare

  • Renét. am 11.06.2017 18:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    alles Betrug.Monatliche Gebueren werde erhöht