Digitalisierung in Luxemburg

07. Dezember 2017 13:43; Akt: 07.12.2017 14:13 Print

«Der Unternehmergeist muss sich regen»

LUXEMBURG – Um «qualitatives Wachstum» zu erzielen, empfiehlt die Luxemburger Handelskammer, in die Digitalisierung zu investieren.

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«Wir müssen den Arbeitsmarkt flexibler gestalten», empfiehlt Marc Wagener, Direktor für Wirtschaftsangelegenheiten bei der Luxemburger Handelskammer. (Bild: Editpress/Isabella Finzi)

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Mit einem erwarteten Wirtschaftswachstum von 3,1 Prozent zwischen 2017 und 2021 dürfte die Beschäftigung in Luxemburg in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Um sich besser auf die Zukunft vorzubereiten, fordert die Luxemburger Handelskammer das Land auf, sich nicht auf seinen Lorbeeren auszuruhen und für «qualitatives Wachstum» zu sorgen.

Seit dem Jahr 2000 stagniere die Arbeitsproduktivität im Großherzogtum. «Wir müssen den Arbeitsmarkt flexibler gestalten», empfiehlt Marc Wagener, Direktor für Wirtschaftsangelegenheiten bei der Luxemburger Handelskammer. Und vor allem müssen wir neue digitale Werkzeuge implementieren». Aber genau hier liege das Problem, denn «61 Prozent der Unternehmen finden es sehr schwierig, IT-Spezialisten zu rekrutieren».

Bewährte Modelle in Frage stellen

«Dieses berufliche Profil wird in Europa immer seltener, und unsere Unternehmen müssen einen sehr hohen Preis zahlen, um IT-Spezialisten in das Land zu locken«, sagt Carlo Thelen, Generaldirektor der Luxemburger Handelskammer. «Die Kosten steigen, die Margen sinken und unsere Unternehmen sind nicht mehr in der Lage, in die Digitalisierung zu investieren».

Es sei daher eines der Hauptziele von morgen, neue Technologien sinnvoll einsetzen zu können. «Man muss die richtigen Ressourcen an den richtigen Stellen einsetzen», argumentiert Marc Wagener. «Und vor allem müssen neue Unternehmen in die Lage versetzt werden, bewährte Modelle in Frage zu stellen. Der Unternehmergeist muss sich bei den Luxemburgerinnen und Luxemburgern regen. Für eine bessere Mischung sind mehr Luxemburger im privaten Sektor und mehr Ausländer im öffentlichen Sektor erforderlich».

(FL/L'essentiel)

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