In Luxemburg

13. November 2017 12:54; Akt: 13.11.2017 14:50 Print

Die Zahl der Beschäftigten wächst weiter

LUXEMBURG – In einem Jahr hat sich die Zahl der im Großherzogtum arbeitenden Menschen um 3,6% erhöht. Das geht aus einem aktuellen Regierungsbericht hervor.

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Die Zahl der Arbeitnehmer ist in Luxemburg um weitere 3,6 Prozent gewachsen.

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«Zum 30. Juni letzten Jahres waren in Luxemburg 412.830 Beschäftigte beschäftigt, im Jahr davor waren es noch 398.550» , heißt es in einem aktuellen Bericht des Sozial- und Arbeitsministeriums. Die Zahl der Beschäftigten hat sich somit um 14.280 Personen im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Das entspricht einem Anstieg von 3,6 Prozent. Der Report zeigt allerdings, dass die Bewegungen auf dem Arbeitsmarkt wesentlich größer waren, als der vermeintlich geringe Anstieg zunächst vermuten lässt. Der Luxemburger Arbeitsmarkt verzeichnet für das Jahr 2016 145.830 neue Mitarbeiter. Gleichzeitig haben 131.550 ihren Job an den Nagel gehängt, 5000 davon für immer – diese Menschen sind in Rente gegangen. Daraus ergibt sich der oben genannte Zuwachs von 3,6 Prozent.

Etwa 20 Prozent der Ströme auf dem Arbeitsmarkt entfallen auf die Leiharbeit. Die Zahl der Neueinstellungen und der Entlassungen schwankt von Monat zu Monat. Auch ohne die Leiharbeit einzukalkulieren liegen die Zahlen der neu abgeschlossenen Verträge zwischen 6300 und 14.500 (+ 9,1 Prozent), die der Entlassungen schwanken zwischen 7200 und 10.600 (+ 6,1 Prozent). Diese Zahlen «spiegeln die positive Dynamik auf dem Arbeitsmarkt wieder», sagt ein Sprecher des Ministeriums.

Pendler und ausländische Mitarbeiter wechseln häufiger den Job

Für diese «Dynamik» sind insbesondere Grenzgänger und ausländische Mitarbeiter verantwortlich. Bei Pendlern liegt der Anteil der Neueinstellungen bei 41 Prozent, der der Kündigungen bei 40 Prozent. Ähnlich sieht es bei ausländischen Arbeitnehmern aus (Einstellungen und Kündigungen jeweils 39 Prozent). Die Luxemburger selbst wechseln also mit 20 Prozent Einstellungen und 21 Prozent Kündigungen seltener den Job. Die hohe Fluktuation ist bei Pendlern und Ausländern unter anderem auf deren niedriges Durchschnittsalter zurückzuführen.

Die Bericht des Sozial- und Arbeitsministeriums belegt nämlich auch, dass junge Menschen häufig nur einen befristeten Vertrag bekommen. Das heißt der Wechsel des Arbeitsplatzes ist bei diesen beiden Gruppen fast vorprogrammiert. Da die Luxemburger Arbeitnehmer im Schnitt älter sind als die Pendler, und die Zahl der neuen Vertragsabschlüsse bei den über 55-Jährigen bei nur fünf Prozent liegt – die Quote der Vertragsauflösungen liegt derweil bei zehn Prozent – sind anteilmäßig weniger Luxemburger an diesem Wechselspiel beteiligt.

(JW/L'essentiel)

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