Die Idee bahnt sich seit einigen Wochen ihren Weg und sorgt immer wieder für staunende Gesichter: «Wir hoffen, dass wir in den nächsten zwei Jahren unsere eigene Währung im Kanton Redingen besitzen.» So bringt der Beckericher Bürgermeister und grüne Abgeordnete Camille Gira die Idee auf den Punkt. Woher sie kommt? «Bekannte, die im Ausland Erfahrung mit regionalen Währungen gesammelt haben, ermutigten mich zu dem Schritt», so Gira. Schließlich «stehen mit die Haare zu Berge, wenn ich an die Auswirkungen der Globalisierung denke.» Ausgeschriebenes Ziel ist nun: «Die Kaufkraft der Region stärken.»
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Der Beckricher Bürgermeister hatte die Idee zur regionalen Währung im Kanton Redingen.(Bild: Editpress)
«Beki» lautet der Arbeitstitel für die alternative Währung - bei einem Wettbewerb sollen die Bürger aber mit über den Namen bestimmen können. Die Nebenwährung funktioniere ähnlich wie ein Treuepunktesystem bei Handelsketten – mit angesparten Punkten erhalten Kunden auch dort andere Waren, als die zuvor gekauften, erklärt Camille Gira.
Parallelgeld ist legal
Ob das funktioniert muss sich zeigen. Jedenfalls ist es durchaus legal eine Währung neben dem Euro einzuführen, teilt am Mittwoch Finanzminister Luc Frieden mit. Einzige Bedingung: Der «Beki» darf nicht zum gesetzlichen Zahlungsmittel werden. Damit erübrigt sich wohl auch die Frage des ADR-Abgeordneten Fernand Kartheiser, ob die lokale Währung im Falle einer Überschuldung mit einem europäischen Rettungspaket unterstützt werden könnte.
Die lokale Währung ist, so der Finanzminister, vielmehr mit einem Vertrag zu vergleichen. Zu welchen Bedingungen die lokale Währung gegen Waren oder Dienstleistungen eingetauscht werden kann, müsse daher im Vorhinein genau festgelegt werden. Mit der Ausarbeitung des Projekts beschäftigt sich derzeit in Beckerich eine Person ganztags. Auch das Landwirtschaftsministerium ist nun mit dem Parallelgeld beschäftigt und soll vor allem ähnliche Projekte im Ausland, die schon länger laufen, genauer unter die Lupe nehmen.
L'essentiel Online/sb mit ona/tageblatt.lu
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In gutem Zeiten sind Regionalwährungen wie der Beki ein Symbol von lokalem Engagement. In schlechten Zeiten sind Regionalwährungen begehrt und ein wichtiges Instrument für die Wirtschaft. Insbesondere die Schweiz mit der WIR-Bank benutzt dieses Instrument in relativ grossem Styl. Die WIR wurde 1934 gegründet um die Konsequenzen des schwarzen Donnerstags zu mildern.
Ein Zeichen von Autonomie und Stärke einer Region gegenüber der Globalisierung ;)