Europäisches Amt

10. Oktober 2017 15:39; Akt: 11.10.2017 19:32 Print

Gramegna «bereit» für Übernahme der Eurogruppe

LUXEMBURG/BRÜSSEL – Der luxemburgische Finanzminister ist einer der Kandidaten, der das Amt des Niederländers Jeroen Dijsselbloem antreten könnte.

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Pierre Gramegna ist seit Dezember 2013 der Finanzminister Luxemburgs. (Bild: Editpress/Jean-Claude Ernst)

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Die Nachfolge des scheidenden Eurogruppen-Chefs Jeroen Dijsselbloem wird nach seinen Worten im Dezember entschieden. Er wolle sein Mandat bis Januar erfüllen, sein Nachfolger solle aber bereits beim Treffen der Euro-Finanzminister am 4. Dezember bestimmt werden, sagte Dijsselbloem am Montag in Luxemburg. Die Euro-Finanzminister gaben seiner Aussage zufolge dafür ihre Zustimmung.

Kandidaten könnten zwei Wochen vor dem Treffen im Dezember nominiert werden, sagte Dijsselbloem weiter. Zuletzt war etwa der französische Ressortchef Bruno Le Maire als möglicher Nachfolger gehandelt worden. Aber auch dem luxemburgischen Finanzminister Pierre Gramegna (DP) werden Chancen zugerechnet, das Amt zu übernehmen. Einen entsprechenden Bericht veröffentlichte das Medienunternehmen Bloomberg.

«Eine Person des Konsens»

«Dass es derlei Gerüchte gibt, ist normal. Besonders, wenn es um ein so wichtiges Amt geht», sagte Gramegna am Dienstag im Rahmen eines Treffens des Rats für Wirtschaft und Finanzen (Ecofin). Der nächste Amtsinhaber müsse «eine Person des Konsens» sein. Sollte es über seinen Namen Einigkeit geben stünde Gramegna für die Übernahme der Eurogruppe «bereit». Gegen Gramegna spricht allerdings, dass mit Jean-Claude Juncker bereits ein Luxemburger einen hohen europäischen Posten inne hat.

Dijsselbloem leitet die informellen Treffen der mittlerweile 19 Euro-Finanzminister seit gut fünf Jahren. Während der Finanzkrise entwickelte sich das Gremium zu einer der wichtigsten Schaltstellen in Europa. Kritiker bemängeln, dass die Treffen hinter verschlossenen Türen abgehalten werden und die Eurogruppe nicht demokratisch kontrolliert wird – etwa durch das Europaparlament.

(jg/L'essentiel/dpa)

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