Bioprodukte

12. Juni 2017 19:17; Akt: 12.06.2017 19:17 Print

Letzte Chance für EU-​​Ökoverordnung

Was ist Bio? Wie werden ökologisch angebaute Lebensmittel gekennzeichnet? Und wer darf damit werben? Das alles soll in einer EU-Verordnung geregelt werden.

storybild

Die neue Ökoverordnung soll nachvollziehbar sein. (Bild: DPA/Patrick Pleul)

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Zum Thema

Nach jahrelangem Streit über EU-Regeln für Bioprodukte soll es bis Monatsende einen letzten Einigungsversuch geben. Darauf einigten sich Bundesagrarminister Christian Schmidt und seine EU-Kollegen am Montag in Luxemburg. «Eine neue Ökoverordnung muss praktikabel und nachvollziehbar sein, um Vertrauen bei Verbrauchern und Produzenten zu sichern», betonte Schmidt.

Es geht um eine Verordnung mit Regeln zum Anbau und zur Kennzeichnung von Produkten aus der ökologischen Landwirtschaft. Die EU-Kommission hatte schon Anfang 2014 einen Entwurf vorgelegt. Ziel war unter anderem, mit übersichtlichen Biosiegeln Verbrauchern die Auswahl zu erleichtern und Etikettenschwindel zu unterbinden. Seit Oktober 2015 ringen Kommission, Mitgliedsländer und EU-Parlament um die Details. Jetzt soll es eine letzte Verhandlungsrunde bis Ende Juni geben.

EU-Ratsvorsitz gefragt

Minister Schmidt sagte, Deutschland setze sich für eine pragmatische Lösung ein. Nötig sei ein zukunftsfähiger Rechtsrahmen für den Ökolandbau. Es gelte nun, Lösungen für die Schwachstellen am Entwurf zu finden. Malta soll als derzeitiger EU-Ratsvorsitz bis 21. Juni Vorschläge erarbeiten und dann erneut mit dem Europaparlament verhandeln. Gelinge kein Durchbruch, «müssen wir einen Neustart ins Auge fassen», sagte Schmidt.

Der Grünen-Verhandlungsführer im Europaparlament, Martin Häusling, begrüßte die Festlegung der EU-Länder. «Die Vernunft hat gesiegt», erklärte er. «Wir brauchen eine Einigung, um die Möglichkeiten für Biolandwirtschaft in der Europäischen Union zu sichern. Deshalb werden die Verhandler des Europäischen Parlaments alles tun, um vor der Sommerpause einen guten Kompromiss zu erreichen.»

(L'essentiel/dpa)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Freilandgentech= Biokill am 25.06.2017 09:43 Report Diesen Beitrag melden

    Der Unterschied zwischen patentierten Gentechpflanzen und Bio ist doch sooooooooo einfach: Bei Biopflanzen kann man/frau die Samen weitersähen und die natürlichen Gene der Pflanze bleiben erhalten, was bei Gentech nicht der Fall ist, da die DNA des Pflanzensamens verändert ist und nicht ausgesäht werden darf oder mit Giften zerstört werden muss, da sie zu Monsterpflanzen führt, die keinen Nutzen haben für Mensch und Tier, die ganze Natur verseuchen und die Menschen in die Armut treiben zum Vorteil von Gentechfirmen, die versuchen massiven Gewinn auf Basisnahrungsmitteln einzutreiben.

  • onméiglech Koexistenz Bio/GVO am 13.06.2017 09:31 Report Diesen Beitrag melden

    Wou Freilandgentech zougelooss gëtt, kann een Bio oder Oeko vergiëssen, well d'Planzen kontaminéiert gin vun den patentéierten gentechnesch verännerten Planzen (GVO) an krank gin durch déih massiv versprëtzten Pestiziden. Sie kënnen sech Pabeier an Tent spuëren, wann sie den Ubau vun Freilandgentechplanzen zouloossen, well Bio dann net méih méiglech ass. GVOs an der Natur respektéieren net d'Grenzen déih d'Menschen hinnen setzen an verseuchen onkontrolléierbar ganz Landschaften, wat net méih reckgängeg ze machen ass ...

  • Gentech is no Food am 26.06.2017 09:21 Report Diesen Beitrag melden

    Undeklarierte Gentech im Food ist Etikettenschwindel! Bioanbau ist nicht realisierbar neben Freilandgentech! Freilandgentech muss weltweit gestoppt werden!!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Gentech is no Food am 26.06.2017 09:21 Report Diesen Beitrag melden

    Undeklarierte Gentech im Food ist Etikettenschwindel! Bioanbau ist nicht realisierbar neben Freilandgentech! Freilandgentech muss weltweit gestoppt werden!!!

  • Freilandgentech= Biokill am 25.06.2017 09:43 Report Diesen Beitrag melden

    Der Unterschied zwischen patentierten Gentechpflanzen und Bio ist doch sooooooooo einfach: Bei Biopflanzen kann man/frau die Samen weitersähen und die natürlichen Gene der Pflanze bleiben erhalten, was bei Gentech nicht der Fall ist, da die DNA des Pflanzensamens verändert ist und nicht ausgesäht werden darf oder mit Giften zerstört werden muss, da sie zu Monsterpflanzen führt, die keinen Nutzen haben für Mensch und Tier, die ganze Natur verseuchen und die Menschen in die Armut treiben zum Vorteil von Gentechfirmen, die versuchen massiven Gewinn auf Basisnahrungsmitteln einzutreiben.

  • onméiglech Koexistenz Bio/GVO am 13.06.2017 09:31 Report Diesen Beitrag melden

    Wou Freilandgentech zougelooss gëtt, kann een Bio oder Oeko vergiëssen, well d'Planzen kontaminéiert gin vun den patentéierten gentechnesch verännerten Planzen (GVO) an krank gin durch déih massiv versprëtzten Pestiziden. Sie kënnen sech Pabeier an Tent spuëren, wann sie den Ubau vun Freilandgentechplanzen zouloossen, well Bio dann net méih méiglech ass. GVOs an der Natur respektéieren net d'Grenzen déih d'Menschen hinnen setzen an verseuchen onkontrolléierbar ganz Landschaften, wat net méih reckgängeg ze machen ass ...