In Luxemburg

12. Oktober 2017 17:35; Akt: 12.10.2017 18:09 Print

«Learning by doing» im neuen Cyberzentrum

LUXEMBURG – Das nationale Kompetenzzentrum für Cybersicherheit C3 wurde am heutigen Donnerstag eingeweiht. Es soll öffentliche und private Akteure sowie Start-ups zusammenführen.

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Jérôme Jacob und Francine Closener bei der Einweihung des neuen Computersicherheitszentrums C3. (Bild: Securitymadein.lu)

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Das C3, ein nationales Kompetenzzentrum für Cybersicherheit, wurde am Donnerstag von der Staatsekretärin für Wirtschaft Francine Closener am Boulevard d' Avranches in Luxemburg eingeweiht. Darin vereint sich das Know-how Luxemburgs auf diesem Gebiet. Die Erfahrungen, die insbesondere durch Regierungsinitiativen wie CASES (Förderung der Informationssicherheit in Unternehmen) und CIRCL (Koordinierungs- und Aktionsdienste nach Unfällen) gesammelt wurden, die beide Teil der nationalen Plattform zur Förderung der Cybersicherheit Securitymadein.lu sind, fließen darin ein.

Diese drei Grundpfeiler der digitalen Sicherheit sind in dem neuen C3-Zentrum zusammengefasst, das sich an «alle Akteure des öffentlichen und privaten Sektors einschließlich der Start-ups» richtet, sagte die Regierung in einer Erklärung vom Donnerstagnachmittag. Dazu gehört auch eine «Beobachtungsstelle für Bedrohungen und Schwachstellen», die technische Informationen und Einblicke in Bedrohungen und Schutzmechanismen liefert.

1200 Erhebungen im Jahr 2016

Zusätzlich bietet das C3 ein Schulungszentrum mit Simulationsplattform an. Angriffsszenarien können nachgestellt werden, um ein Training in realistischen Situationen zu ermöglichen. Des Weiteren ermöglicht ein Labor das Testen neuer Produkte und digitaler Lösungen. Die Tests dienen dazu, die Wirksamkeit eines Produkts gegen Computerangriffe zu überprüfen.

Das C3 soll «kurzfristig den derzeitigen Wettbewerbsvorteil Luxemburgs bei der Cybersicherheit stärken» und in Bereichen wie dem Internet der Dinge, Raumfahrttechnologien und FinTech mittelfristig zur Entwicklung neuer Wirtschaftsfelder beitragen. «Das C3-Zentrum zeichnet sich durch seinen innovativen Ansatz aus, der vor allem durch das Lernen in realistischen Simulationen gekennzeichnet ist», sagt Closener. Das neue Zentrum fördert damit die Kompetenzentwicklung und stärkt die Fähigkeit der Unternehmen, sich wirksam vor Cyberangriffen zu schützen und Krisen bestmöglich zu begegnen.

Im vergangenen Jahr führte die IARCL mehr als 1200 Untersuchungen zu Vorfällen im Zusammenhang mit Computern durch. Die Hälfte davon befasste sich mit finanziell motivierter Cyberkriminalität, 40 Prozent mit Cyberintelligenz und zehn Prozent mit Cyberaktivismus.

(JW/L'essentiel)

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