China

11. Dezember 2015 11:44; Akt: 11.12.2015 11:47 Print

Mysteriöses Verschwinden eines Star-​​Investors

Guo Guangchang ist einer der reichsten Männer in China. Seit Donnerstag gilt der Star-Investor als vermisst: Er soll in Handschellen abgeführt worden sein.

storybild

Wurde das letzte Mal in Begleitung von Polizisten gesehen: Geschäfstmann Guo. Guangchang. (25. Juni 2015)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Einer der bekanntesten Geschäftsmänner Chinas wird laut einem Medienbericht vermisst. Wie das Wirtschaftsmagazin «Caixin» auf seinem Internetauftritt berichtete, konnten Angestellte des Konglomerats Fosun International ihren Vorsitzenden Guo Guangchang seit Donnerstagmittag nicht mehr erreichen. Guo sei zum letzten Mal in Begleitung von Polizisten an einem Flughafen in Shanghai gesehen worden, meldete «Caixin» unter Verweis auf Nachrichten in sozialen Netzwerken.

Fosun ist der größte private Mischkonzern Chinas, der unter anderem das französische Tourismusunternehmen Club Med besitzt. Telefonanrufe bei Fosun blieben unbeantwortet. Der Konzern setzte den Handel seiner Aktien an der Börse in Hongkong aus. Als Grund wurde die bevorstehende Veröffentlichung einer Erklärung mit «Insider-Informationen» genannt.

Einer der größten Investor in China

Guos Verschwinden kommt zu einer Zeit, in der die Regierung von Präsident Xi Jinping hart gegen Korruption im Land vorgeht. Dutzende oft hochrangige Vertreter von Staatsunternehmen wurden bislang festgenommen oder befragt. Geschäftsmänner wurden im Zuge vorheriger Ermittlungen manchmal wochenlang für Befragungen festgehalten, ohne dass die Öffentlichkeit darüber informiert worden war.

Der 48-jährige Guo zählt zu den größten Investoren Chinas im Ausland. Sein Nettovermögen wird von Experten auf umgerechnet rund 7,1 Milliarden Euro geschätzt. Die «Financial Times» bezeichnete ihn als «Chinas Warren Buffett», weil er den Ansatz des US-Investoren verfolgte, den Geldfluss von Versicherungsgeschäften für den Kauf anderer Unternehmen zu nutzen.

Guo hatte dementiert, er sei ein Ziel in einer Bestechungsermittlung gewesen. Laut «Caixin» hatte ein Gericht in Shanghai im August erklärt, der 48-Jährige habe «unangebrachte Verbindungen« zu einer früheren und mittlerweile zu 18 Jahre Haft verurteilten Führungskraft verschiedener Staatsunternehmen gehabt.

(L'essentiel/nab/sda)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.