Tarnfirma in Luxemburg

02. April 2013 09:29; Akt: 02.04.2013 10:02 Print

343 Millionen Strafe für Dolce & Gabbana

Die italienischen Modeschöpfer Dolce & Gabbana sind in einem Berufungsverfahren wegen Steuerhinterziehung zu einer Geldstrafe von 343 Millionen Euro verurteilt worden.

Bildstrecke im Grossformat »

Die erste Haute Couture-Kollektion von Dolce&Gabbana:

Zum Thema
Fehler gesehen?

343 Millionen Euro schulden die beiden Modeschöpfer Domenico Dolce und Stefano Gabbana dem italienischen Fiskus. Das hat ein Berufungsgericht laut Medienberichten am Montag bestätigt. Die Modeunternehmen wollen das Urteil allerdings vor dem Kassationsgericht anfechten, müssen die enorme Geldstrafe daher vorerst nicht bezahlen.

Dolce & Gabbana soll 840 Millionen Euro Steuern am italienischen Fiskus vorbeigeschleust haben. Dies soll über Ungenauigkeiten in der Steuererklärung sowie eine Reihe von Tarnfirmen geschehen sein. Eine dieser Scheinfirmen, das Unternehmen Gado, hatte in den Jahren 2004 und 2005 ihren Sitz in Luxemburg, soll aber von Italien aus gesteuert worden sein.

Ein Mailänder Gericht hatte bereits 2010 Ermittlungen aufgenommen. Nach einem Freispruch im April 2011 wurde die Prozedur im November 2011 neu aufgerollt. Dolce & Gabbana hat mehr als 3‘000 Beschäftigte und verfügt über 250 Geschäfte in 40 Ländern. In den Jahren 2011/2012 hat das Modeunternehmen einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro eingefahren.

(L'essentiel Online mit afp)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.