In Luxemburg

10. Januar 2018 16:42; Akt: 10.01.2018 18:49 Print

60 Millionen für den Tourismus der Oberklasse

LUXEMBURG – Die Staatssekretärin für Wirtschaft, Francine Closener, hat am Mittwoch den strategischen Rahmen für die Entwicklung des Tourismus im Großherzogtum vorgestellt.

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Luxemburg soll vor allem für Senioren ein beliebtes Reiseziel werden. (Bild: Editpress/Anne Lommel)

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Obwohl laut Prognosen des Wirtschaftsministeriums im Jahr 2017 die Zahl von drei Millionen Übernachtungen in Luxemburg überschritten wurde, habe das Land sein touristisches Potenzial noch nicht voll ausgeschöpft. Das erklärte Francine Closener am Mittwoch, als sie den strategischen Rahmen für die Entwicklung des Tourismussektors bis 2022 vorstellte. «Es wurden acht Säulen definiert, aber das Wichtigste ist, dass alle Akteure in die gleiche Richtung mobilisiert werden. Das war lange nicht der Fall», sagte die Staatssekretärin für Wirtschaft.

Wichtig sei auch, dass Luxemburg sein Profil als Urlaubsland schärft und sich verstärkt im Oberklassensektor und im Bereich Wellness positioniert und damit Senioren anspricht. «Wir denken an Menschen mit hoher Kaufkraft, die sich für Gastronomie, Wein, Kultur und Natur interessieren. Wir wollen, dass sie mehrere Tage in Luxemburg verbringen und nicht nur ein paar Stunden während einer Bustour quer durch Europa», sagt Closener.

Zehn neue Hotels in Luxemburg

Deshalb will das Großherzogtum auch weiterhin Besucher aus dem nahen Ausland (Frankreich, Deutschland, Belgien, Niederlande, Schweiz) sowie amerikanische und japanische Touristen anziehen. Auch der Business- und Kongresstourismus, der 42 beziehungsweise 14 Prozent der Übernachtungen ausmacht, ist ein wichtiges Standbein. Die notwendige Infrastruktur für den Tourismus müsseausgebaut werden. Für diesen Zweck sind für den Zeitraum von 2018 bis 2022 60 Millionen Euro vorgesehen.

Gegenüber L'essentiel erklärt Closener, dass derzeit zehn Hotelprojekte in Luxemburg, darunter fünf in der Hauptstadt, realisiert werden. Wenn sie eröffnet werden, stünden 1500 weitere Zimmer zur Verfügung. Gegenwärtig gibt es im Großherzogtum 7525 Zimmer in 226 Hotels. Die Tourismusindustrie macht 6,5 Prozent des Bruttoinlandprodukts aus und beschäftigt direkt oder indirekt mehr als 20.000 Menschen.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Arm am 10.01.2018 18:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Soll mal die 60 Millionen € nehmen und Sozialwohnungen bauen davon hatten wir auch etwas

Die neusten Leser-Kommentare

  • Arm am 10.01.2018 18:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Soll mal die 60 Millionen € nehmen und Sozialwohnungen bauen davon hatten wir auch etwas