Für therapeutische Zwecke

04. Mai 2018 07:52; Akt: 04.05.2018 14:48 Print

Belgier wollen tonnenweise Cannabis anbauen

Bei der Stadt Limburg will ein belgisches Unternehmen rund 5000 Kilogramm Cannabis pro Jahr auf 15 Hektar produzieren. Eine Genehmingung dafür steht aber noch aus.

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In Belgien könnte die erste legale Cannabis-Plantage in Kontinentaleuropa entstehen. (Bild: AFP)

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In Belgien entsteht nach Informationen der Zeitung L'Echo offenbar eine riesige Cannabis-Plantage. Nahe der Stadt Limburg will das Unternehmen Rendocan auf einer 15 Hektar großen Fläche pro Jahr rund 5000 Kilogramm Cannabis für therapeutische Zwecke produzieren. Steven Peters, der Chef der Firma, sagt: «Die Pläne für den Bau des Forschungszentrums und der Plantage sind bereits ausgearbeitet und die Anträge auf Betriebsgenehmigungen sind gestellt. Sobald wir grünes Licht von den Behörden bekommen, können wir loslegen.»

Bis zur ersten Ernte könnte es in Limburg nicht mehr lange dauern: Das belgische Gesetz verbietet zurzeit zwar noch den Anbau von therapeutischem Cannabis, wird aber aller Voraussicht nach von Maggie De Block, der belgischen Bundesministerin für Soziales und Gesundheit, geändert. Wenn das Unternehmen tatsächlich Cannabis anbauen darf, wäre das eine Premiere in Kontinentaleuropa. Der deutsche Markt wäre schnell im Visier von Rendocan.

Der Verkauf von Cannabis-Produkten in Apotheken ist bereits in 16 europäischen Ländern erlaubt. Die Präparate können bei der Bekämpfung von Schmerzen, Übelkeit, Angst oder Unruhe (beispielsweise Krebspatienten) helfen. In Luxemburg ist laut einer aktuellen Studie die Mehrheit der Einwohner für die vollständige Legalisierung von Cannabis. Ein Gesetz zur Zulassung von therapeutischem Cannabis ist hierzulande in Vorbereitung.

(fl/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Paranoïa am 05.05.2018 08:36 Report Diesen Beitrag melden

    Schued, dat ons Regierung sou beschränkt ass an dem Wëllen vun sengen Wiëler net wëll nogin an sie verfollëgt bis een dobei am Gruëf land! ... awer elo gëtt alles gudd, wa mir am langweilegen Bistrot dat neit Kartespill vun der Regierung spillen! ...

  • Knouter am 04.05.2018 10:05 Report Diesen Beitrag melden

    Dann heescht et net méi "Limburger Kéis" mee "Limburger Gras" :)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Paranoïa am 05.05.2018 08:36 Report Diesen Beitrag melden

    Schued, dat ons Regierung sou beschränkt ass an dem Wëllen vun sengen Wiëler net wëll nogin an sie verfollëgt bis een dobei am Gruëf land! ... awer elo gëtt alles gudd, wa mir am langweilegen Bistrot dat neit Kartespill vun der Regierung spillen! ...

  • Knouter am 04.05.2018 10:05 Report Diesen Beitrag melden

    Dann heescht et net méi "Limburger Kéis" mee "Limburger Gras" :)

    • H.Odenzak am 04.05.2018 12:07 Report Diesen Beitrag melden

      T'ja, und wieder eine Gelegenheit verpasst fürs 'Nation-branding'! Was wäre das eine Goldgrube, wenn man weiss dass es in 16(!) Länder schon zur 'normaler' Medizin gehört...und es zu Lande auch zugelassen (und auch schon länger, legal im Norden des Landes gezüchtet wird, aber pssst, darf keiner wissen!) wird. Da könne mann ein paar Jobs schaffen, Geld gewinnen, u.s.w. Was soll's, schlaf weiter Luxembourg, wir brauchen so was wie 'Nation branding' überhaupt nicht, Asteroiden sind die Zukunft... (LOL!) Zzzzzz Zzzzz

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