Grünes Licht aus Frankfurt

02. Juli 2018 12:31; Akt: 02.07.2018 13:42 Print

Chinesischer Investor darf BIL übernehmen

LUXEMBURG – Die Banque Internationale à Luxembourg gehört künftig der chinesischen Investorengruppe Legend Holdings. Der Verkauf wurde von den Aufsichtsbehörden gebilligt.

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Luc Frieden zog bei dem Deal die Fäden. (Bild: Editpress/Hervé Montaigu)

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Eine chinesische Investorengruppe kauft die Banque Internationale à Luxembourg (BIL). Die Übernahme der BIL durch die Legend Holdings Corporation wurde von der Europäischen Zentralbank sowie der Luxemburger Finanzaufsicht CSSF gebilligt, wie es am Montag in einem Communiqué hieß.

Der am 1. September angekündigte Kauf von 89,936 Prozent der Anteile an der BIL durch die chinesische Investorengruppe habe «alle erforderlichen behördlichen Genehmigungen erhalten». Weitere zehn Prozent bleiben in den Händen des luxemburgischen Staats.

Marke BIL soll erhalten bleiben

Eine Delegation von Legend Holdings unter der Leitung von Verwaltungsratspräsident Liu Chuanzhi und dem Vorsitzenden der Geschäftsleitung, Zhu Linan, wird nächste Woche für Gespräche ins Großherzogtum reisen. Eine Pressekonferenz ist für Mittwoch, den 11. Juli geplant.

Die älteste Universalbank des Landes, die von ihrem neuen Eigentümer als «strategisches Asset» betrachtet wird, wird ihre BIL2020-Strategie weiter umsetzen, heißt es. Die Marke BIL soll erhalten bleiben. Ex-Finanzminister Luc Frieden bleibt Vorsitzender des Verwaltungsrats und Hugues Delcourt Vorsitzender der Geschäftsleitung.

Der Eigentümer des Computerherstellers Lenovo legte für die Bank rund 1,5 Milliarden Euro auf den Tisch. Dass sich die Asiaten für die BIL interessieren, war bereits im Juli 2017 bekannt geworden. Die älteste Bank des Großherzogtums wurde bisher von Precision Capital, einem Investmentfonds der katarischen Königsfamilie, verwaltet.

(L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Guy michels am 02.07.2018 12:55 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso musste eine Bank die Überschuss macht, überhaupt verkauft werden? Hat der Luxemburger Staat wenigstens seine Hilfe zurückbekommen,die er 2009 in die armen Banken investieren musste ?

    einklappen einklappen
  • De Mann vu menger Fra am 02.07.2018 15:25 Report Diesen Beitrag melden

    Äddi Lëtzebuerg. Maacht weider sou. Alles ass gudd, alles ass schéin. Och bei Mittals wor ët scho sou. Perfektioun an der Verarsch... vum Vollek.

  • Tingeli am 02.07.2018 16:33 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn Herr Frieden von einem "Meilenstein in der Geschichte der BIL" spricht, scheint ihm wohl nichts anderes eingefallen zu sein. Es handelt es sich doch bloss um einen Investorenwechsel und gar nichts soll sich ändern am Geschäftsmodell. Ein Meilenstein ist etwas anderes.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Lux am 02.07.2018 23:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Merci EU.

  • Gini am 02.07.2018 18:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Perfekt,weider sou! Alt rem e Steeck Letzebuerger Geschicht fort!

  • Tingeli am 02.07.2018 16:33 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn Herr Frieden von einem "Meilenstein in der Geschichte der BIL" spricht, scheint ihm wohl nichts anderes eingefallen zu sein. Es handelt es sich doch bloss um einen Investorenwechsel und gar nichts soll sich ändern am Geschäftsmodell. Ein Meilenstein ist etwas anderes.

  • De Mann vu menger Fra am 02.07.2018 15:25 Report Diesen Beitrag melden

    Äddi Lëtzebuerg. Maacht weider sou. Alles ass gudd, alles ass schéin. Och bei Mittals wor ët scho sou. Perfektioun an der Verarsch... vum Vollek.

  • unzufriedene kunde am 02.07.2018 14:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ich hoffe das die Chinesen mal acht auf ihre kunden geben, ich meine "otto normale" kunden, nicht die reichen