Luxemburg

11. Juli 2018 07:04; Akt: 11.07.2018 10:15 Print

Die Besorgnis bei CookUp Solutions wächst

CAPELLEN – Die Lage bei CookUp Solutions spitzt sich langsam zu. Die Gehaltsvorschüsse wurden nun gekürzt.

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Wolken verdunkeln langsam, aber sicher den Himmel über der Zukunft von CookUp Solutions.

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CookUp Solutions, der früher als Tavola bekannte Hersteller von Fertiggerichten, schafft es seit Anfang Juli nicht mehr aus den Negativschlagzeilen heraus, als das Handelsgericht Straßburg das Unternehmen unter «Zwangsverwaltung mit fortgesetzter Tätigkeit» gestellt hatte.

Die ersten von den finanziellen Problemen Betroffenen, sind die 150 Mitarbeiter des Produktionsstandortes Capellen. Sie wurden weder für den Monat Juni ausgezahlt, noch erhielten sie die für den Monat Juli zugesagten vollständigen Gehaltsvorschüsse. Nach unseren Informationen bekamen die Mitarbeiter bisher lediglich 400 Euro. Der Ursprung der Rückschläge der Ex-Tavola liegt etwas vor dem Pferdefleischskandal, der auch Teile der eigenen Gerichte betraf. Damals wurden 16 Millionen Euro in zwei neue Produktionslinien investiert. Gleich nach der Krise hatte CookUp Solutions mit seinen Gläubigern vereinbart, nur für fünf Jahre bis Anfang diesen Jahres Zinsen für diese Investition zu zahlen.

Gestern hatten die Gewerkschaften und das Management des Unternehmens Termine im Arbeitsministerium, um an mögliche finanzielle Unterstützung vom Staat zu gelangen. Am Ende des Treffens gab es keinerlei Stellungnahme: «An dieser Stelle kommentieren wir das nicht.»

(pat/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • à réfléchir am 11.07.2018 08:27 Report Diesen Beitrag melden

    für fake Lasagne gibt's fake Gehälter. Immerhin machte die Belegschaft bei diesem Beschiss an den Kunden aktiv mit und ohne die Lebensmittelinspektoren zu informieren.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • à réfléchir am 11.07.2018 08:27 Report Diesen Beitrag melden

    für fake Lasagne gibt's fake Gehälter. Immerhin machte die Belegschaft bei diesem Beschiss an den Kunden aktiv mit und ohne die Lebensmittelinspektoren zu informieren.

    • Valérie am 11.07.2018 12:11 Report Diesen Beitrag melden

      Ich glaube nicht, dass da "Pferdefleisch" auf den Kisten stand. Vielleicht wusste jemand aus der Führungsebene bescheid, aber die Belegschaft sicher nicht. Um rauszufinden um welches Fleisch es sich handelt müssen soweit ich weiss gezielte DNAtests gemacht werden (ich bin aber kein Spezialist). Man muss gezielt nach Pferd, Hund, Katze, etc. suchem damit die DNAanalyse auskunft geben kann ob es sich um solches Fleisch handelt. Wenn aber nicht nach Pferd gesucht wird, dann sagt die DNAanalyse Auch nicht aus, dass es sich um Pferd handelt.

    • Valérie am 11.07.2018 12:14 Report Diesen Beitrag melden

      Wenn es so offensichtlich gewesen wäre, dass Pferdefleisch verarbeitet wurde, dann hätte der Erste der solch eine Lasagne gegessen hat es ja sofort schmecken und melden müssen. Folglich ist ihr Kommentar absolut geschmacklos.

    • och eng Wourecht am 11.07.2018 14:23 Report Diesen Beitrag melden

      Muss da 'à réfléchir' zumindest teilweise Recht geben. Irgend jemand muss das bestellt, Lieferung angenommen, Rechnungen überwiesen, ausgepackt, gelagert und verarbeitet haben. Ich glaube kaum dass eine einzelne Person aus der Führungsebene dies fertig gebracht hat. Auch bei VW müssen mehrere Helfer die Software geschrieben, getestet, und eingebaut haben. Auch da war es nicht der Chef allein.

    • Valérie am 11.07.2018 17:19 Report Diesen Beitrag melden

      Und ihr glaubt da wurde Pferdefleisch bestellt. Ich denke eher da wurde Pferdefleisch alias Rindfleisch geliefert!

    • logesch Denken as gefuerdert am 12.07.2018 10:09 Report Diesen Beitrag melden

      Valérie, dem letzten Buchhalter müsste auffallen wenn das Fleisch auf einmal nur noch ein Bruchteil kostet von dem üblichen Marktpreis. Schliesslich wurde ja nicht nur Pferdefleisch verwendet sondern es wurde untergemischt. In dem Fall hätte es auch verdorbenes Rindfleisch sein können.

    • à Valérie am 12.07.2018 10:11 Report Diesen Beitrag melden

      Dann wäre die Firma selbst wohl kaum verurteilt worden, weil sie hätte glaubhaft beweisen können dass sie von ihren Lieferanten betrogen worden wäre.

    • à réfléchir am 12.07.2018 11:52 Report Diesen Beitrag melden

      Pferdefleisch ist schon von der Farbe zum Rindfleisch sehr leicht zu unterscheiden, dies wegen der Farbe (rötlich) und der Textur (Muskelfaser). Also jeder, der im Umgang mit Fleisch gewohnt ist, kann dies feststellen. Beim Steingrill sieht man auch schon mit bloßem Auge den Unterschied zwischen Hühnchen, Schwein, Pute, Rind usw.

    • Fury am 13.07.2018 09:22 Report Diesen Beitrag melden

      Richtig! Ein gewissenhafter Hersteller prüft seine eingekauften Waren vor der Verarbeitung !

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