Nach Mitarbeiter-Protest

03. Juni 2018 14:01; Akt: 03.06.2018 14:03 Print

Google stoppt Projekt mit US-​​Militär

Der Tech-Gigant half dem Pentagon bei der Erkennung und Unterscheidung von Menschen in Drohnenvideos.

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Petition gegen «Geschäft mit dem Krieg»: Drohnenaufnahmen eines Angriffs der syrischen Armee in Damaskus 2015. (Archiv) (Bild: Al-Mayadeen via AP video)

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Nach monatelangen Protesten von Mitarbeitern will sich der Technologiekonzern Google Medienberichten zufolge aus der Zusammenarbeit mit dem US-Verteidigungsministerium im Bereich künstliche Intelligenz zurückziehen. Ein Verantwortlicher des US-Unternehmens habe gegenüber den Mitarbeitern am Freitag erklärt, Google werde ein Projekt für den Einsatz künstlicher Intelligenz bei Drohnen des US-Militärs nicht verlängern, berichteten die «New York Times» und die Technologie-Webseite «Gizmodo» unter Berufung auf interne Kreise.

Google werde den Vertrag mit dem US-Verteidigungsministerium für das sogenannte «Project Maven» demnach nicht verlängern. Der Vertrag im Wert von weniger als zehn Millionen Dollar läuft den Berichten zufolge im kommenden Jahr aus. Bei dem Projekt kommen laut US-Medien intelligente Algorithmen bei der Erkennung und Unterscheidung von Menschen in Drohnenvideos für das Pentagon zum Einsatz.

Kündigungen aus ethischen Gründen

Zahlreiche Mitarbeiter von Google hatten den US-Technologiekonzern in einer seit Februar intern verbreiteten Petition aufgerufen, sich vom «Geschäft mit dem Krieg» fernzuhalten. Google müsse klar erklären, dass weder der Internetriese noch seine Subunternehmen «jemals Kriegstechnologie herstellen». Bis Mitte Mai unterzeichneten Berichten zufolge rund 4000 Angestellte die Petition.

Laut «Gizmodo» hatten mehrere Entwickler aus ethischen Gründen ihre Kündigung eingereicht. Unterstützung für die Petition kam auch von der US-Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) und dem International Committee for Robot Arms Control (ICRAC), das sich dafür einsetzt, die militärische Nutzung von Robotern zu begrenzen.

(L'essentiel/sep/afp)

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