M.M.Warburg

09. Januar 2018 13:06; Akt: 09.01.2018 15:20 Print

Nächste deutsche Bank sagt Luxemburg Adieu

LUXEMBURG – Die M.M.Warburg trennt sich wie erwartet von ihrer Luxemburg-Niederlassung. Der Deal ist nun in trockenen Tüchern.

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Der Geschäftssitz von M.M. Warburg an der Place Dargent in Luxemburg-Stadt. (Bild: Screenshot Google Maps)

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Die Hamburger Privatbank M.M.Warburg hat den Verkauf ihres Luxemburg-Geschäfts über die Bühne gebracht. Die britische Apex Group wird bis Mitte 2018 die Tochtergesellschaften Warburg Invest Luxembourg und M.M.Warburg & Co Luxembourg übernehmen, wie die Bank per Pressemitteilung bekannt gibt.

Der Abschluss der Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die zuständigen Behörden. Details der Transaktion wurden nicht genannt. «Wir sind überzeugt, dass der Übergang gut gelingen wird und der hohe Qualitätsstandard gewahrt bleibt», erklärte ein Sprecher von Warburg. 2016 erzielte die Privatbank in Luxemburg einen Gewinn von 3,6 Millionen Euro und beschäftigte 172 Mitarbeiter. Künftig will sich Warburg vermehrt auf den Ausbau des Asset Management in Deutschland fokussieren. Luxemburg war eine von nur zwei Auslandsniederlassungen des Hamburger Traditionshauses.

Deutsche Banken weiter auf Platz eins

Die Apex Group gehört zur Private-Equity-Gesellschaft Genstar mit Sitz in San Francisco, USA. Durch die Übernahme der Warburg-Aktivitäten in Luxemburg steht bei Apex auf einen Schlag ein verwaltetes Vermögen von 350 Milliarden Dollar in den Büchern. Bislang lag dieses bei 300 Milliarden.

In den vergangenen fünf Jahren haben mehrere deutsche Finanzunternehmen ihre Luxemburg-Filialen aufgegeben, darunter die Commerzbank International, die Landesbank Berlin oder die BHF Bank International. Deutsche Finanzinstitute stellen auf dem luxemburgischen Bankenplatz aber immer noch die Mehrheit (24 gegenüber 16 französischen und zehn italienischen).

(L'essentiel)

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