Burgerkette

04. April 2013 10:57; Akt: 04.04.2013 12:13 Print

Roy Reding in Hooters-​​Skandal verwickelt?

LUXEMBURG – Gegen den luxemburgischen Anwalt und ADR-Politiker Roy Reding wird angeblich in Deutschland ermittelt. Es geht um Lizenzen der US-Burgerkette Hooters.

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Die US-Fastfood-Kette Hooters ist vor allem dafür bekannt, dass leichtbekleidete Damen in T-Shirt und Hotpants die Gäste bedienen. (Bild: AFP)

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Die Staatsanwälte in drei deutschen Städten, darunter Saarbrücken, ermitteln laut dem «Handelsblatt» gegen einen deutschen Unternehmensberater und den luxemburgischen Anwalt und ADR-Politiker Roy Reding. Die beiden sollen über ihre Firmen Flying Wings SA Luxemburg und Wings of Germany Franchise-Lizenzen, die sie von der US-Burgerkette kauften, an neun Restaurant-Betreiber weitergegeben haben – allerdings zu überhöhten Gebühren. Wings of Germany, das seinen Firmensitz in Saarbrücken hatte, ging 2010 in die Insolvenz.

Die überhöhten Gebühren sollen mitverantwortlich sein, dass von den früheren neun Hooters-Restaurants in Deutschland heute nur noch eins besteht. Die betroffenen Restaurant-Betreiber sollen nicht gewusst haben, dass sie Sub-Lizenzen erwarben. Unklar ist, ob die US-Kette wusste, dass die Lizenzen von Reding und seinem Geschäftspartner weiterverkauft wurden. Zudem wird beiden vorgeworfen, den Restaurant-Pächtern Gelder von Nahrungsmittelkonzernen vorenthalten haben, die diese zur Unternehmensgründung zahlten.

Reding weist Vorwürfe zurück

Nach Informationen des «Handelsblatts» entstand ein Schaden in Millionenhöhe. Von ehemals neun Hooters-Filialen in Deutschland besteht heute nur noch eine im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen. Der Besitzer erklärte gegenüber der Zeitung «Echo», Opfer eines Betrugs geworden und 150‘000 Euro verloren zu haben. Heute verfüge er über eine direkte Lizenz mit dem US-Konzern.

Roy Reding wies die Vorwürfe in einem RTL-Interview am Mittwoch zurück. Die Flying Wings SA habe nichts mit den pleite gegangenen Hooters-Filialen zu tun, außer mit jener am Frankfurter Flughafen. Dieser Fall sei seit einem Jahr in Luxemburg vor Gericht anhängig. Flying Wings besitze ausschließlich Lizenzrechte für Bundesländer, in denen es noch keine Filialen gebe.

Die US-Fastfood-Kette Hooters ist vor allem dafür bekannt, dass leichtbekleidete Damen die Gäste bedienen. Weltweit verfügt das Unternehmen über 430 Filialen in 28 Ländern.

(ks/L'essentiel Online)

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