ArcelorMittal

10. Juli 2018 12:02; Akt: 10.07.2018 12:19 Print

Übernahme von Ilva durch ArcelorMittal stockt

ROM/DÜDELINGEN – Die Zusagen von ArcelorMittal zur Übernahme des italienischen Stahlunternehmens Ilva reichen nicht aus, sagt der neue Wirtschaftsminister Luigi Di Maio.

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Die ursprünglich für den 1. Juli geplante Übernahme von Ilva durch den Weltkonzern wurde auf Mitte September verschoben. (Bild: AFP/Alfonso di Vincenzo)

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«Wir erwarten von ArcelorMittal deutlich verbesserte Vorschläge», sagte der italienische Wirtschaftsminister Luigi Di Maio am Montag nach einem Treffen mit Vertretern des Weltkonzerns. «Von einem ersten Treffen auf Umweltebene gibt es einige (neue) Vorschläge, die nicht gerade aufregend sind», so Di Maio. Auch was die Pläne für die Arbeitsplätze betrifft, sei er noch nicht zufrieden. Er habe den Führungskräften von Ilva den Auftrag erteilt, sich an einer Diskussion über neue Vorschläge zu beteiligen.

ArcelorMittal, die an der Spitze eines Konsortiums, dem auch die italienische Caisse des Dépôts (CDP) und die Bank Intesa Sanpaolo angehören, hatte Anfang Mai grünes Licht für den Erwerb des italienischen Stahlherstellers erhalten. Im Gegenzug mussten mehrere Standorte in Europa veräußert werden, darunter Dudelingen. Der Weltkonzern plant, 10.000 der 14.000 Mitarbeiter zu übernehmen. Bis 2023 sollen daraus nur noch 8500 werden. Darüber hinaus sollen 2500 Arbeiter bis 2023 unter der Verwaltung der alten Ilva für umweltbezogene Arbeiten behalten werden.

«Ich drohe niemandem»

Die Gewerkschaften hingegen fordern eine Garantie für alle Arbeiter. Darüber hinaus hat die neue italienische Regierung wieder Verhandlungen aufgenommen, um neue Zugeständnisse von ArcelorMittal für Arbeitsplätze und Umwelt zu erzielen. Die ursprünglich für den 1. Juli geplante Übernahme von Ilva durch den Weltkonzern wurde nun auf Mitte September geschoben. Tarent, der Hauptstandort von Ilva, gilt als besonders verschmutzt.

ArcelorMittal, die Ilva für 1,8 Milliarden Euro erwerben wird, hat sich verpflichtet, 2,3 Milliarden Euro in die Modernisierung der Anlagen zu investieren. Darüber hinaus soll viel Arbeit in die Entgiftung von Tarent und Umgebung gesteckt werden. «Ich habe zu Beginn meiner Amtszeit deutlich gemacht, dass ich zwei Ziele habe: das Beschäftigungsniveau und die Tatsache, dass die Bürger von Tarent wieder atmen können», betonte DiMaio. «Die Verbesserung des Beschäftigungsvorschlags ist eine der Voraussetzungen für die Wiederaufnahme der Verhandlungen», betonte er. «Ich drohe niemanden», stellte er dennoch klar, denn «das wäre nicht richtig» nach diesem «herzlichen Treffen».

(L'essentiel/afp)

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