Nach Datenskandal

21. März 2018 08:18; Akt: 21.03.2018 08:17 Print

Wo ist Facebook-​​Chef Marc Zuckerberg?

Facebook hat mit einer Mitteilung auf den Datenskandal um Cambridge Analytica reagiert. Firmenchef Zuckerberg hat sich dazu nicht geäußert.

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Facebook hat auf den Datenskandal um die britische Analysefirma Cambridge Analytica mit Bedauern reagiert. Firmenchef Mark Zuckerberg und alle Verantwortlichen seien sich des Ernsts der Lage bewusst, heißt es in einer am Dienstag verbreiteten Mitteilung von Facebook.

Mark Zuckerberg hat sich allerdings dazu noch nicht persönlich geäußert. Einer Facebook-Krisensitzung sei der CEO ohne Nennung eines Grundes ferngeblieben, schreibt The Daily Beast.

«Das gesamte Unternehmen ist entsetzt darüber, dass wir hintergangen wurden», heißt es weiter. Facebook werde alles tun, um seine Richtlinien durchzusetzen und die Informationen der Nutzer zu schützen.

Konsumentenschutzbehörde untersucht Facebook

Die britische Firma, die nach Angaben ihres inzwischen suspendierten Chefs Alexander Nix einen Großteil des Wahlkampfs für US-Präsident Donald Trump bestritten hat, soll Facebook-Daten von bis zu 50 Millionen Menschen missbraucht haben. Nix hatte einem angeblichen Kunden gegenüber Angaben zu den Verbindungen seines Unternehmens zu Trump gemacht. Der vermeintliche Kunde entpuppte sich aber als britischer Fernsehreporter von Channel 4. Unter anderem will Nix Trump persönlich mehrere Male getroffen haben. Nix selbst erklärte, er habe nur ein Spiel gespielt.

Die US-Konsumentenschutzbehörde FTC untersucht einem Bericht der «Washington Post» zufolge auch Facebook, dessen Börsenkurs einbrach. Facebook verlor zeitweise bis zu 50 Milliarden an Unternehmenswert an der Börse.

Das Weiße Haus reagierte zunächst nicht offiziell. In Medienberichten versuchten Trump-Mitarbeiter die Verbindungen zu Cambridge Analytica kleinzureden.

Klage gegen Facebook

In der Datenaffäre um Facebook haben US-Investoren eine erste Klage gegen den Internet-Konzern eingereicht. Die Aktionäre machten geltend, dass die Konzernführung sie über die Fähigkeiten in die Irre geführt habe, die Daten der Nutzer zu schützen.

Der Zeitung «Los Angeles Times» zufolge wird Facebook in der am Dienstag bei einem Bundesgericht in San Francisco eingereichten Beschwerde zudem vorgeworfen, die eigenen Datenschutzvorschriften verletzt zu haben. (chk/sda)

(L'essentiel)

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