Deutschland

09. Januar 2018 09:35; Akt: 09.01.2018 15:21 Print

Zehntausende Metaller treten in Warnstreik

MAINZ/SAARBRÜCKEN – Mehrere zehntausend Beschäftigte der deutschen Metall- und Elektroindustrie nehmen am Dienstag an gewerkschaftlichen Aktionen teil.

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Eine Warnstreikversammlung der IG Metall vor den Toren der Aluminium Norf GmbH in Neuss (Nordrhein-Westfalen). (Bild: DPA/Guido Kirchner)

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Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie hat die Gewerkschaft IG Metall am Dienstag mehrere zehntausend Beschäftigte in Deutschland zu weiteren Warnstreiks aufgerufen. Geplant sind allein in Nordrhein-Westfalen mehr als 140 Aktionen.

Auch in Rheinland-Pfalz sind in der Nacht Warnstreiks angelaufen. In Kirchheimbolanden südlich von Mainz legten um Mitternacht 270 Mitarbeiter des Automobilzulieferers BorgWarner für eine Stunde die Arbeit nieder. Die komplette Nachtschicht der Flugzeugwerke in Speyer sei um 5.00 Uhr in den Warnstreik getreten. Weitere Aktionen seien den ganzen Tag über geplant, unter anderem in Ludwigshafen, Eisenberg und Frankenthal. Im Saarland sind die Beschäftigten des Automobilzulieferers ZF zum Warnstreik aufgerufen. Auch bei Ford, Bosch, Schaeffler und Hage sind laut sr.de gewerkschaftliche Aktionen angekündigt.

Sechs Prozent mehr Lohn gefordert

Die IG Metall fordert sechs Prozent mehr Geld und für alle 3,9 Millionen Beschäftigten die Option, ihre Arbeitszeit befristet auf 28 Wochenstunden absenken zu können. Schichtarbeiter, Eltern junger Kinder sowie pflegende Familienangehörige sollen zusätzlich einen Teillohnausgleich erhalten, wenn sie ihre Arbeitszeit reduzieren.

Das lehnen die Arbeitgeber kategorisch ab. Sie haben bisher Lohnzuwächse von zwei Prozent und eine Einmalzahlung angeboten sowie eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten nach oben verlangt. Die bundesweit nächsten Verhandlungen finden am kommenden Donnerstag (11. Januar) im Tarifbezirk Baden-Württemberg statt.

(L'essentiel/dpa)

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