Bitcoins & Co.

15. Juni 2021 11:15; Akt: 15.06.2021 11:19 Print

An diesen Krypto-​​Coins hätte auch Elon Musk Freude

Wegen seines hohen Energieverbrauchs steht Bitcoin aktuell in der Kritik. Doch es gibt auch Kryptowährungen, die du dir mit gutem Gewissen ins Portfolio stellen kannst.

storybild

Kryptowährungen sind die Finanzinstrumente der Stunde. Einige Währungen belasten die Umwelt aber massiv. (Bild: REUTERS)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Bitcoin ist das Finanzprodukt der Stunde. Zum Höhenflug Anfang des Jahres gesellen sich immer mehr Firmen, die Kryptowährungen als Zahlungsmittel akzeptieren. Dazu gehört Elektroautobauer Tesla. Ausgerechnet deren Boss jedoch sorgte dafür, dass der Bitcoin-Hype einen argen Dämpfer erlitt, von dem er sich bislang nicht recht erholt hat.

Zwar sind auch andere Faktoren für den BTC-Crash verantwortlich. Doch der Tweet von Elon Musk, in dem er verkündete, künftig keine Bitcoins mehr zu akzeptieren, weil der Energieverbrauch beim Mining nicht mit den Tesla-Standards vereinbar ist, hat Spuren hinterlassen.

Die Kritik an der Umweltbilanz von Bitcoin ist bekannt. Man geht davon aus, dass die Coin-Herstellung pro Jahr etwa 144 Terawattstunden Strom verbraucht, was dem Jahresverbrauch von Holland entspricht. Eine Transaktion hat mit 1123,6 Kilowattstunden einen so hohen Verbrauch wie ein US-Haushalt in 38,5 Tagen, der CO2-Fußabdruck (533,7 Kilogramm Kohlendioxid) entspricht 1,18 Millionen Visa-Transaktionen.

Mit Klimaschutz lässt sich das alles schwer vereinbaren. Doch was für Bitcoin gilt, muss nicht für jede Kryptowährung gelten. Hier sind fünf Beispiele mit besserer Umweltbilanz.

Peercoin

Peercoin basiert auf dem Quellcode des Bitcoins, ist aber deutlich effizienter. Denn beim Peercoin wird keine spezielle Mining-Hardware benötigt; er lässt sich generell auf jedem Computersystem prägen und ist dabei nicht auf eine bestimmte Rechenleistung angewiesen. Grund: Peercoin setzt bei der Verschlüsselung der Blockchain statt auf das «Proof of Work»-System (eine Art kryptographisches Puzzle) wie Bitcoin auf das «Proof of Stake»-Verfahren, eine gewichtete Zufallsauswahl, die weniger Energie verbraucht.

BitGreen

BitGreen gibt es seit 2017 und wurde als Antwort auf die miese Umweltbilanz von Bitcoin ins Leben gerufen. Ziel der Kryptowährung ist, den Energieverbrauch beim Mining und bei der Speicherung deutlich zu reduzieren. Zudem verspricht die Währung, nur Strom aus regenerativen Quellen zu nutzen. Mit BTGR können Produkte und Services bezahlt werden, für umweltschonendes Verhalten erhält man die Coins zudem oft als Incentives.

Cardano

Cardano, Entwickelt vom Ethereum-Erfinder, will sozusagen das «bessere Ethereum» sein: sicherer und skalierbarer. Während Ethereum und Bitcoin einen hohen Stromverbrauch haben, arbeitet Cardano mit «full-Proof-of-Stake». Im Gegensatz zu etwa PeerCoin gibt es keine Signatur-Komponente. So benötigt Cardano auch weniger Strom.

Ripple

Ripple gibt es seit 2012 und läuft über die gleichnamige Währungsplattform. Im XRP-Netzwerk sind alle Knoten bekannt. Das heißt, es kann nur beitreten, wer beglaubigt wurde. Damit fällt der durch Computeraufwand erzeugte Konsensmechanismus von Bitcoin weg.

SolarCoin

Der SolarCoin ist eine Währung, die von allen Solarstrom-Produzenten als Anreiz in Anspruch genommen werden kann. Konkret: SolarCoins sind ein Bonus, wenn jemand Photovoltaik-Strom erzeugt, für jede MWh erhält man einen SolarCoin. Entsprechend ist die Motivation hinter dem SLR nicht nur eine finanzielle, der nachhaltige Gedanke steht im Zentrum. Daran hätte dann bestimmt auch Elon Musk seine Freude.

(L'essentiel/Lukas Rüttimann)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Veritas am 15.06.2021 11:37 Report Diesen Beitrag melden

    "Mit gutem Gewissen ins Portfolio"... kann man so sagen. Die meisten dieser Coins werden jedoch den Durchbruch nicht schaffen und der Anleger sein Geld verlieren.

  • Valchen am 16.06.2021 14:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ech bréngen elo méin Pitcoin eraus! Kaaft En, Alleguer!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Valchen am 16.06.2021 14:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ech bréngen elo méin Pitcoin eraus! Kaaft En, Alleguer!

  • Veritas am 15.06.2021 11:37 Report Diesen Beitrag melden

    "Mit gutem Gewissen ins Portfolio"... kann man so sagen. Die meisten dieser Coins werden jedoch den Durchbruch nicht schaffen und der Anleger sein Geld verlieren.