Umwelt in Luxemburg

11. Januar 2018 15:14; Akt: 11.01.2018 16:03 Print

ArcelorMittal schickt Fernwärme nach Belval

ESCH-BELVAL – Mit dem Abgas-Recycling im Eisen- und Stahlwerk Esch Belval kann SudCal 70 Prozent des Fernwärmebedarfs decken.

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SudCal kann ab sofort 18.000 MWh pro Jahr einsparen und den CO2-Ausstoß um 5000 Tonnen reduzieren. (Bild: Editpress)

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Das ArcelorMittal-Werk in Esch Belval produziert Spundwände – und bald auch Fernwärme. Der luxemburgische Stahlkonzern hat am Donnerstag ein Projekt zur Wiederverwertung der Abgase seiner Anlage im Süden des Landes vorgestellt. Konkret treten diese Dämpfe mit etwa 400 Grad aus dem Nachwärmeofen des Walzwerkes aus. Sie werden durch einen Wärmetauscher geleitet, der Wasser auf etwa hundert Grad erhitzt und in das Fernwärmenetz von SudCal eingespeist.

«Das System soll es ermöglichen, 70 Prozent des Wärmebedarfs des Bezirks Belval zu decken, was dem Verbrauch von 4000 Haushalten entspricht, die heute die strengsten Umweltstandards erfüllen», betonen ArcelorMittal und das Wirtschaftsministerium. Beide heben die günstigen Umweltauswirkungen hervor. Sudcal spart so 18.000 MWh pro Jahr ein und vermindert damit den CO2-Ausstoß um 5000 Tonnen pro Jahr. Die restlichen 30 Prozent des Energiebedarfs entsprechen dem Spitzenbedarf in der Wintersaison und werden durch Erdgas gedeckt. Auf diese Weise soll die Schließung des Kraftwerks Twinerg kompensiert werden.

Die Installation des neuen Fernwäremesystems wurde der DKEL anvertraut, die zwei Millionen Euro investiert, und wird im Mai nächsten Jahres in Betrieb genommen. «Mit diesem Zwischenhändler haben wir einen Servicevertrag abgeschlossen und bringen die Energie durch einen neutralen Betrieb wieder ins Sudcal-Netz zurück. Wir verdienen kein Geld und verlieren auch keins», ergänzt Roland Bastian, Geschäftsführer von ArcelorMittal Luxemburg. Für den Verbraucher bleibt der Preis unverändert. Ähnliche Anlagen könnten auch im Werk in Differdingen installiert werden, sagte Bastian.

(Mathieu Vacon/ L´essentiel)

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