Bis 2030 soll Schluss sein

23. Juli 2021 12:40; Akt: 23.07.2021 12:45 Print

Auch Mercedes plant das Aus von Benzin und Diesel

Mercedes setzt neu auf «Electric only» und plant das Aus der Verbrenner bis zum Ende des Jahrzehnts. Andere Hersteller drücken noch mehr aufs Tempo bei der E-Mobilität.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Im Ringen um die Vorherrschaft bei der E-Mobilität zieht Daimler nach: Der deutsche Autohersteller gab bei einem Investorentag am Donnerstag bekannt, dass er sich mit seiner PKW-Stammmarke Mercedes-Benz darauf vorbereitet, sich noch in diesem Jahrzehnt vom Verbrennungsmotor zu verabschieden.

«Der Wendepunkt rückt näher, und wir werden bereit sein, wenn die Märkte bis zum Ende des Jahrzehnts vollständig auf Elektroautos umstellen», sagte Ola Källenius, Vorstandschef von Daimler und Mercedes-Benz. Ob es dann tatsächlich keine Verbrenner mehr geben wird, will Daimler anhand der Nachfrage entscheiden.

Daimler setzt auf «Electric first»

Die Strategie ändert das Unternehmen nun von «Electric first» auf «Electric only». Schon im Jahr 2025 wollen die Schwaben rund 50 Prozent ihrer Neuverkäufe mit vollelektrischen oder Plug-in-Autos erzielen, das wären doppelt so viele wie bisher.

40 Milliarden Euro fürs E-Auto

Daimler plant Investitionen in Höhe von 40 Milliarden Euro für die «Electric only»-Strategie. Das Geld soll etwa für Akkus der nächsten Generation investiert werden. Nächstes Jahr will die Firma den Vision EQXX vorstellen, der mit einer Akkuladung über 1000 Kilometer schafft und dafür nur etwa halb so viel Strom braucht wie heute üblich. Daimler will zudem wie auch VW das Herzstück der Batterien fürs E-Auto, die Batteriezellen, selber produzieren. Dafür plant es den Bau von acht Gigafabriken mit Partnern weltweit mit einer Gesamtkapazität von mehr als 200 Gigawattstunden. Vier der Fabriken sollen in Europa stehen, drei in Asien und eine in den USA.

Der Auto-Papst Ferdinand Dudenhöffer sagt, die Strategieverschärfung von Daimler spiegele den «eindeutigen Trend» auf dem gesamten Automarkt wieder, «dass die Hersteller im vollelektrischen Auto das Fahrzeug der Zukunft sehen».

Politik macht Druck

Das habe vor allem damit zu tun, dass die Politik in den entscheidenden Absatzmärkten Europa, USA und China den von Verbrennern verursachten CO2-Ausstoß auf der Straße stark minimieren möchte. Nicht nur Verbrenner stünden in wenigen Jahren vor dem Aus, auch Hybridautos hätten schon bald keine Zukunft mehr.

So sprach sich die EU-Kommission kürzlich für ein Verkaufsverbot von Neuwagen mit Verbrennungsmotor aus, das ab 2035 gelten soll. Norwegen plant den Ausstieg allerdings schon in vier Jahren, Großbritannien will sich eine Frist bis zum Ende des Jahrzehnts geben.

Auch VW will bis 2030 mindestens 70 Prozent der Verkäufe mit Elektroautos generieren. Andere Marken sind allerdings schon konkreter und legen sich auf ein Ende der Verbrennungsmotoren fest. Wann die großen Autohersteller aussteigen wollen, siehst du in der Bildstrecke oben.

(L'essentiel/Fabian Pöschl/dpa)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • loshein am 24.07.2021 12:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nach jahrelangem Betrug? Nein danke.

  • Fredy am 23.07.2021 15:52 Report Diesen Beitrag melden

    wu soll deen Strom dan hierkommen?virun 35 Joer haaten se mol nit genuch Strom am Duerf fir eng Wärmepompel ze genehmigen.Deemol hun ech Mazout misten huelen.

    einklappen einklappen
  • Grogg am 26.07.2021 07:06 Report Diesen Beitrag melden

    oh wei gudd keen Gestank, keen Kaméidi mei, keen Uelesch mei aus Staaten matt zweifelhafter Reputatioun. An deen Stroum deen benotzt gett fir den Uelesch ze reffinéieren ze pompelen a waat wees ech nach geet direkt an den akku fir ze fueren

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Strom wo bist Du? am 29.07.2021 02:10 Report Diesen Beitrag melden

    Strom wo bist Du? Kernkraftwerke abgeschaltet. Energieautonomie aufgegeben. Teurer Import von Strom aus dem Nichts da die Kraftwerke überall abgeschaltet werden. Da kein Strom da ist können nur die feinen Herren E-Mobil sein. Für die führende Auto Nation Deutschland der letzte Nagel im Sarg. Der zerstörische Weg der Globalisten in die NWO der Bänkster. Know-How weg. Lieferbetriebe weg. Arbeitsplätze weg. Kein Geld für E-Auto.

  • Luciano am 27.07.2021 09:56 Report Diesen Beitrag melden

    Dan hun ech eing froh fier all dei wou esou froh sin elektroauto anw. Fier den CO2 Mat wat sin dei 2 Miliardären dan an den All geflun ?? Mat elektro ? Oder ? Dad huet nächt mam Klima dan ze din oder mam CO2 Där sind einfach supper

  • Halwen Pessimist am 26.07.2021 13:05 Report Diesen Beitrag melden

    Was macht Mercedes denn mit seiner LKW-und Busssparte nach 2030? Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein grosses Busunternehmen nachts 200 Busse grün aufladen kann. Solche MW-Stromanschlüsse gibt es bei den Unternehmen noch nicht. Dasselbe gilt für Baumaschinen.

    • Abwarten am 26.07.2021 15:14 Report Diesen Beitrag melden

      Noch nicht, aber was ist mir 2030_

    einklappen einklappen
  • Lol am 26.07.2021 10:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wir leben Diesel

    • Realist am 26.07.2021 12:19 Report Diesen Beitrag melden

      Dann lebst du aber ungesund.

    einklappen einklappen
  • Grogg am 26.07.2021 07:06 Report Diesen Beitrag melden

    oh wei gudd keen Gestank, keen Kaméidi mei, keen Uelesch mei aus Staaten matt zweifelhafter Reputatioun. An deen Stroum deen benotzt gett fir den Uelesch ze reffinéieren ze pompelen a waat wees ech nach geet direkt an den akku fir ze fueren

    • Tequila am 26.07.2021 09:05 Report Diesen Beitrag melden

      ...lol! Dann rode emol aus wat den Plastik gemaach gëtt, deen an deenen sëllegen E-Autoe ass...

    • Grogg am 26.07.2021 10:15 Report Diesen Beitrag melden

      du mengs den recycleten Plastik deen dofir geholl gett ?

    • Pingu am 26.07.2021 12:19 Report Diesen Beitrag melden

      Du meinst, ein bisschen Plastik im Elektroauto verbraucht mehr Öl als 200.000 Kilometer mit dem Diesel, der noch dazu das gleiche Plastik im Innenraum hat?

    einklappen einklappen