9500 Arbeitsplätze

26. November 2019 14:01; Akt: 26.11.2019 14:14 Print

Audi streicht Tausende Stellen in Deutschland

Seit längerem verhandelt die Unternehmensführung von Audi mit der Belegschaft über einen «Zukunftspakt», der sieht auch einen Stellenabbau in den deutschen Werken vor.

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In Neckarsulm werden aktuell vor allem die Audi-Modelle A4 bis A8 und R8 gebaut. (Bild: DPA/Armin Weigel)

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Der Autobauer Audi streicht in Deutschland unter dem Strich 7500 Stellen. Bis 2025 baut die VW-Tochter 9500 Stellen ab, dafür sollen im Gegenzug 2000 Jobs in Bereichen wie Elektromobilität und Digitalisierung neu entstehen, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Das sei das Ergebnis einer Grundsatzvereinbarung zwischen dem Unternehmen und dem Betriebsrat.

Der Stellenabbau solle sozialverträglich ohne betriebsbedingte Kündigungen geschehen, hieß es. Die Beschäftigungsgarantie für die verbleibenden Audi-Mitarbeiter in den Werken Ingolstadt und Neckarsulm wird von 2025 bis 2029 verlängert.

Bisher galt Beschäftigungsgarantie bis 2025

Audi und der Betriebsrat hatten seit längerem über den «Zukunftspakt» für das unter Druck stehende Unternehmen verhandelt. Zuletzt war dabei auch über die Kürzung von Kapazitäten in den Werken Ingolstadt und Neckarsulm gesprochen worden. Anfang November hatte ein Audi-Sprecher dazu gesagt: «Es geht unter anderem darum, die Kapazitäten so auszurichten, dass die Werke insgesamt profitabel und wirtschaftlich flexibel arbeiten.» Für die rund 61.000 Audi-Mitarbeiter in den beiden deutschen Werken Ingolstadt und Neckarsulm galt bisher eine Beschäftigungsgarantie bis 2025.

In Neckarsulm werden aktuell vor allem die Audi-Modelle A4 bis A8 und R8 gebaut. Wegen der Krise um Verbrennungsmotoren leidet das Werk aber seit langem unter einer Unterauslastung. Dieses Jahr werde das dritte in Folge mit weniger als 200 000 Autos gebauten Autos sein, sagte der Neckarsulmer Betriebsratschef Rolf Klotz kürzlich. Die Kapazität beträgt jährlich 300.000. Verringern sich die Stückzahlen, steigen in der Regel die Produktionskosten.

Audi ist seit der Aufdeckung des Dieselskandals 2015 auf Talfahrt und deutlich hinter die Konkurrenten Daimler und BMW zurückgefallen. Der Skandal kostete Milliarden. Sechs Entwicklungschefs hatte Audi in den vergangenen sieben Jahren, die Autos verkaufen sich immer schlechter. Der künftige Audi-Chef Markus Duesmann soll den Autobauer wieder profitabler machen, enger mit Porsche und VW zusammenarbeiten und bis 2025 auch 30 E-Modelle auf den Markt bringen.

(l'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sergejewitsch am 26.11.2019 16:31 Report Diesen Beitrag melden

    Wer alle bescheisst und es zu spät bekennt den bestrafen die Kunden...

  • Sauber am 27.11.2019 15:57 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Gegenantwort von Unbekannt gegen mich meinte, dass Gretel keine Hundertausende "verarscht" hat. Da hat er recht; denn die Verarschungszahl liegt wesentlich höher!!!

  • AusgeLOSCHt am 26.11.2019 15:24 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist wieder typisch. Die Verantwortlichen für die Talfahrt gehören mit Sicherheit nicht zu denen die jetzt entlassen werden. Ich werde jedenfalls NIE WIEDER ein Fahrzeug aus diesen Konzern kaufen !!!!!!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Sauber am 27.11.2019 15:57 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Gegenantwort von Unbekannt gegen mich meinte, dass Gretel keine Hundertausende "verarscht" hat. Da hat er recht; denn die Verarschungszahl liegt wesentlich höher!!!

  • Tingeli am 27.11.2019 08:10 Report Diesen Beitrag melden

    Das Audi Management sollten sie komplett entlassen (ohne Abfindung), seit 15 Jahren die Kunden bewusst betrogen und auch noch bis vor Kurzem abgasmanipulierte Autos verkauft, das ist an Arroganz nicht zu übertreffen. Dann auf Elekto umschalten weil keiner mehr einen Audi Diesel kauft anstatt ordentliche Motoren zu bauen und dem Slogan Vorsprung durch Technik wieder Ehre zu machen. Das ist totales Versagen des Managements und eventuell das Ende von Audi.

  • Ausgeschummelt am 26.11.2019 16:33 Report Diesen Beitrag melden

    Und Tesla verkauft dieses Jahr wahrscheinlich fast 500 000 Autos.

    • August H. am 27.11.2019 10:28 Report Diesen Beitrag melden

      Könnte es sein dass da auch einige ex-Audikunden dabei sind ?

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  • Sergejewitsch am 26.11.2019 16:31 Report Diesen Beitrag melden

    Wer alle bescheisst und es zu spät bekennt den bestrafen die Kunden...

  • Sauber am 26.11.2019 15:57 Report Diesen Beitrag melden

    Die Folgen von unfähigen Politikern im deutschen Lande, die lieber Gretel die Füße küssen, statt sich um die Wirtschaft im eigenem deutschen Land kümmern. Stattdessen wird auf deutsche Steuerzahlerskosten der Rest der Welt ernährt.

    • @sauber am 27.11.2019 10:25 Report Diesen Beitrag melden

      Gretel hat keine hunderttausende verarscht.

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