Abgas-Schwindel

20. August 2018 19:17; Akt: 20.08.2018 19:50 Print

Autobauer Daimler ruft 690.000 Diesel zurück

Fast 700.000 Daimler-Diesel sind europaweit von illegalen Abschalteinrichtungen betroffen und werden zurückgerufen. Die Kunden werden bald informiert.

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Autos in ganz Europa sind von dem Skandal betroffen. (Bild: Christoph Schmidt)

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Der Autobauer Daimler muss bei dem schon angekündigten Rückruf wegen unzulässiger Abschalteinrichtungen bei der Abgasreinigung europaweit 690.000 Diesel in die Werkstätten holen. Darunter sind 280.000 Fahrzeuge in Deutschland, wie das Bundesverkehrsministerium am Montag auf Anfrage in Berlin bestätigte. Ressortchef Andreas Scheuer (CSU) hatte den Rückruf Mitte Juni nach einem Treffen mit Konzernchef Dieter Zetsche angekündigt. Damals war zunächst von insgesamt 774.000 Fahrzeugen die Rede, darunter 238.000 in Deutschland. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat demnach nun bereits mit der Prüfung neuer Abgas-Software begonnen. Zuerst hatte das Magazin Der Spiegel über die Anordnung berichtet.

Daimler betonte, man kooperiere mit den Behörden. Wie zuvor schon beim Kleintransporter Vito legt der Hersteller aber auch gegen den neuen Bescheid Widerspruch ein. Auf der Liste stehen nun neben dem Vito, bei dem das KBA schon eine unzulässige Abschalteinrichtung moniert hatte, laut Ministerium unter anderem Varianten der C-, E- und S-Klasse oder der SUVs GLC, GLE und GLS. Betroffene Halter will Daimler informieren. Der Konzern hält die beanstandeten Funktionen nicht für illegal und will deshalb eine rechtliche Klärung.

Kunde werden informiert

Das Ministerium erläuterte, durch die eingebauten Einrichtungen könne es im Betrieb der Fahrzeuge zu erhöhten Stickoxid-Emissionen (NOx) kommen. Daimler muss die unzulässige Software entfernen. Der zunächst nur den Vito betreffende Rückruf wurde bereits am 3. August auf die anderen Fahrzeuge ausgedehnt, wie es hieß.

Wie Daimler auf seiner Homepage ankündigt, werden betroffene Kunden demnächst informiert. Außerdem arbeite man an einem Online-Tool, durch welches Daimler-Fahrer prüfen können, ob ihr Auto betroffen ist.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Erna am 22.08.2018 11:16 Report Diesen Beitrag melden

    Wie war das noch gleich: das beste oder ... Daimler ?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Erna am 22.08.2018 11:16 Report Diesen Beitrag melden

    Wie war das noch gleich: das beste oder ... Daimler ?