Corona-Krise

09. August 2020 14:12; Akt: 09.08.2020 14:24 Print

Beschwerdeflut wegen Flugtickets reißt nicht ab

Seit März sind wegen Corona zahlreiche Flüge annuliert worden, einige Kunden warten allerdings immer noch auf die Rückzahlung ihrer Zahlungen.

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Im Zuge der Corona-Krise sind zahlreiche Flüge ersatzlos gestrichen worden. (Bild: DPA/Michael Kappeler)

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Unzählige Kunden warten in der Corona-Krise wegen annullierter Flüge noch immer auf ihr Geld. Das lässt die Zahl der Beschwerden weiter in die Höhe schnellen. Allein bei der Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP) sind im Juli insgesamt mehr als 6800 Beschwerden eingegangen, davon betraf mit 86 Prozent die große Mehrheit Flüge. Hinzu kamen Beschwerden wegen Bahntickets. Im Juni hatte die Gesamtzahl noch bei gut 5500 gelegen, im Juli 2019 - also ohne Corona-Effekt - noch bei rund 2200. Die SÖP-Zahlen liegen der Deutschen Presse-Agentur vor. Zuvor hatte die Welt am Sonntag darüber berichtet.

Nach den massenhaften Flugausfällen in der Corona-Krise warten zahlreiche Verbraucher auch Wochen und Monate später noch auf die rechtlich eigentlich verbindliche Erstattung ihrer Tickets. Grundsätzlich müssen die Gesellschaften den Ticketpreis innerhalb von sieben Tagen erstatten.

50 Prozent mehr Beschwerden

«Auch wenn nach unserer Erfahrung die Verbraucher Verständnis haben, dass angesichts der Auswirkungen der Corona-Pandemie die Frist von sieben Tagen nicht zu halten ist, werden sie doch sehr ärgerlich, wenn sie keine Informationen erhalten oder sich der angekündigte Zeitraum für die Kostenerstattung von einem auf den nächsten Monat verschiebt», sagt SÖP-Geschäftsführer Heinz Klewe.

In diesem Jahr ist die Zahl der Beschwerden bei der SÖP zu Flügen bis Ende Juli auf mehr als 18.000 gestiegen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Anstieg um rund 50 Prozent. Zu Bahntickets gingen bis Ende Juli 2020 knapp 3200 Beschwerden ein. Hier war der prozentuale Anstieg etwas geringer.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • René Petry am 10.08.2020 10:04 Report Diesen Beitrag melden

    Und was haben wir hier in Luxemburg zu tun mit der SÖP mit Sitz in Berlin? Betrifft das auch die Luxair ? Die Deutschen haben in der Coronakrise so manche Schwierigkeiten zu überwinden: Toilettenpapier, Coronademos, von der Super-App vom RKI/SAP/Telekomm hört man auch nichts mehr....

Die neusten Leser-Kommentare

  • René Petry am 10.08.2020 10:04 Report Diesen Beitrag melden

    Und was haben wir hier in Luxemburg zu tun mit der SÖP mit Sitz in Berlin? Betrifft das auch die Luxair ? Die Deutschen haben in der Coronakrise so manche Schwierigkeiten zu überwinden: Toilettenpapier, Coronademos, von der Super-App vom RKI/SAP/Telekomm hört man auch nichts mehr....