Jahresbilanz

05. April 2018 15:49; Akt: 05.04.2018 16:12 Print

BGL BNP Paribas erzielt solide Ergebnisse

LUXEMBURG – Die luxemburgische Bank schreibt trotz des anhaltend niedrigen Zinsniveaus gute Zahlen

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Die BGL BNP Paribas erzielte 2017 einen Gewinn in Höhe von 365,8 Millionen Euro – neun Prozent weniger als im Vorjahr, wie die Verantwortlichen am Donnerstag im Hauptsitz der Bank in Kirchberg berichten. Der Rückgang sei auf außergewöhnliche Ereignisse im Jahr 2016 zurückzuführen, wie der Verkauf eines Teils des Royal-Monterey-Gebäudes für 44 Millionen Euro. Die Netto-Bankerträge beliefen sich auf 1,345 Milliarden Euro (-0,5 Prozent), wobei die Aktivität nach wie vor «durch ein niedriges Zinsumfeld» beeinträchtigt wurde.

Dennoch sei die Entwicklung weiterhin zufriedenstellend. Das wirtschaftliche Umfeld in Luxemburg sei nach wie vor sehr gut, das Bevölkerungswachstum liegt bei über zwei Prozent, die Gesamtkaufkraft wachse wie auch das Baugewerbe und der Bedarf an Immobilien. «Es gibt viele positive Faktoren, die das niedrige Zinsumfeld kompensieren», erklärte Carlo Thill, Vorsitzender der Konzernleitung.

Nächste Übernahme geplant

Das durchschnittliche Einlagenvolumen stieg gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent, «dank sehr starker Zuflüsse von Firmenkunden». Die durchschnittlichen ausstehenden Kredite stiegen um sieben Prozent, was «auf das Wachstum der Privatkredite, insbesondere der Immobiliendarlehen und der Unternehmenskredite» zurückzuführen ist. Dazu trug auch das Wealth-Management-Geschäft bei, in dem die verwalteten Vermögen um neun Prozent und die durchschnittlichen Kreditausstände um 28 Prozent. Um die Entwicklung im Private Banking fortzusetzen, kündigte BGL BNP Paribas die Übernahme der ABN AMRO Bank Luxembourg an. Laut Thill verfüge die Bank über ausreichend Eigenkapital, um diese Ambitionen zu finanzieren.

Aufgrund dieser Ergebnisse zahlte die Bank insgesamt knapp 145 Millionen Euro Dividende, nach 184 Millionen Euro im Vorjahr. Der luxemburgische Staat, ein 34-prozentiger Anteilseigner, erhält damit etwas mehr als 49 Millionen Euro.

(Mathieu Vacon/L'essentiel)

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